ZUR HAUPTSEITE
DER PRÄSENTATIONEN
KLICK BITTE
index.html
PRIMÄRRITUS DES PASCHA
in der Sicht des literarischen Schemas
VOM BUCH EXODUS 1–18
Internetpräsentation der Hauptfragen
Dr. Wojciech Kosek
(die vorliegende Bearbeitung wurde
am Pascha–Tag des Herrn,
am Karfreitag, dem 10. April 2009 veröffentlicht)
Tłumaczenie na język niemiecki
Übertragung ins Deutsche von Bożena Siuda
Diese Sammelpublikation wurde hier am 23. April 2026, am Gedenktag des heiligen Adalbert (des heiligen Wojciech), veröffentlicht.
zum Kennen lernen der Grundfragen, die zum Verstehen der zeitgenössischen Bibelexegese (der wissenschaftlichen Erklärung vom Heiligen Schrift) und des Grundschemas, auf dem der Ritus des jüdischen Pascha aufgebaut wurde, führen.
Das Übergehen zu einzelnen Bearbeitungen dieser Sammelpräsentation geschieht durch die Links des nachstehenden Inhaltsverzeichnisses. Nach der Lektüre einer gewählten Bearbeitung kannst Du durch den Link "Inhalt" zu ihrer richtigen Stelle im Inhaltsverzeichnis zurückkehren.
Und noch eine wichtige Information: auf einigen wesentlichen Stellen der Präsentation werden Erklärungen der hebräischen Wörter dargestellt. Diese Wörter werden mit einer Letter geschrieben, die man im Computer installieren muss. Weitere Informationen zu diesem Thema – klick: Installieren der hebräischen und griechischen Lettern!
Das Inhaltsverzeichnis:
- Einführung:
- Grundsätze des Lesens und der wissenschaftlichen Bibelforschung:
- Grundsätze der hebräischen Rhetorik (der Textkomposition) und Formgeschichte:
- Die hebräische Bibel:
- Schwierigkeiten bei der Auslegung des Buches Exodus:
- Einführung: Die Auslegungsschwierigkeit in der Lehre der Katholischen Kirche
- Ex 3–4 und Ex 6, 28: zwei Beschreibungen oder zwei Ereignisse?
Ex 4,24–26: Will Gott Mose töten? - Der Stammbaum von Mose und Aaron (Ex 6,14–26): wozu?
- Plagen / wunderbare Zeichen: wo sind Grenzen der Beschreibung?
- Das Pascha: wo sind Grenzen der Beschreibung?
- Der Auszug aus Ägypten: wo ist der Anfang der Beschreibung?
- Wie soll man Bibel lesen, um den vom Autor verfassten Inhalt abzulesen?
- Die theozentrische Analyse des Buches Exodus nach den Regeln der hebräischen Rhetorik:
- Eine Erinnerung an die Frage nach dem Haupthelden und nach der literarischen Struktur
- Einleitungspräsentation der Forschungsergebnisse
- Der literarische Bau von zwei äußersten Perikopen 1,1–6,1 und 15,22–18,27
- Perikopen 1,1–6,1 und 15,22–18,27 als Inklusion für Ex 1–18
- Zusammenfassung der Analysen vom Buch Exodus 1,1–6,1 und 15,22–18,27
- Die literarische Struktur des Ganzen Ex 1–18:
- Ex 1–18 und Bündnisverträge der Völker des altertümlichen Ostens
- Das jüdische Pascha und die Struktur seines Ritus
- Der Pascha–Ritus und der Bund Gottes mit Israel
Ich lade Sie,
Geehrte Internauten,
zum Kennen lernen meines Buches ein,
ISBN: 978-83-7438-159-8
DDR_A_B_Biblia_wprowadzenie.html
DER HAUPTHELD UND DIE LITERARISCHE STRUKTUR
DES BUCHES EXODUS
Die Darstellung der Problematik
Das nachstehend dargestellte Fragment des Buches Exodus wurde aus der deutschen Bibelausgabe [1] entnommen und beinhaltet:
- Übersetzungen der Sätze des hebräischen Textes,
- Überschriften, die mit einer größeren, fetten Lettergeschrieben werden,
- Einschnitte des Textes,
Dabei teilen Überschriften und Einschnitte den Text auf kleinere literarische Einheiten. Es ist wissenswert, dass sie sich im hebräischen Text nicht befinden und wurden von der deutschen zeitgenössischen Redaktion, die sich mit der Übersetzung viele Jahre beschäftigte, beigefügt.
DAS BUCH EXODUS | |
I. DIE BEFREIUNG AUS ÄGYPTEN | |
1. ISRAEL IN ÄGYPTEN Wohlstand der Hebräer in Ägypten 1 1 Dies sind die Namen der Israeliten, die nach Ägypten gekommen waren; mit Jakob waren sie gekommen, jeder mit seine Familie: ² Ruben, Simeon, Levi und Juda, ³ Issachar, Sebulon und Benjamin, 4 Dan, Nephtali, Gad und Aser. 5 Die Gesamtzahl der Nachkommen Jakobs betrug siebzig Personen. Joseph aber war schon in Ägypten. 6 Nach dem Tode Josephs, seiner Brüder und jenes ganzen Geschlechtes 7 waren die Israeliten fruchtbar und vermehrten sich; sie wurden überaus zahlreich und stark, so daß das ganze Land von ihnen angefüllt war. Unterdrückung der Hebräer 8 Da kam ein neuer König in Ägypten zur Herrschaft, der von Joseph nichts wußte. 9 Dieser sprach zu seinem Volke: „Seht, das Volk der Israeliten wird für uns zu zahlreich und zu stark. 10 Wir wollen klug gegen es vorgehen, damit es nicht noch zahlreicher wird und im Falle eines Kriege zu unsern Feinden übergeht, gegen uns kämpft und aus dem Lande wegzieht.“ 11 Sie setzen darum über es Fronvögte, damit sie es durch ihre Fronarbeiten bedrückten. Es mußte Vorratsstädte für den Pharao bauen, nämlich Pitom und Ramses. | 12 Aber je mehr sie es bedrückten, desto zahlreicher wurde es, und desto mehr breitete es sich aus, so daß sie vor den Israeliten ein Grauen erfaßte. 13 Deshalb zwangen die Ägypter der Israeliten zur Arbeit 14 und verbitterten ihnen das Leben durch harte Fron in Lehm und Ziegeln und mit allerlei Feldarbeit, zu denen man sie mit Gewalt heranholte. 15 Darauf befahl der König von Ägypten den Hebammen der Hebräerinnen, von denen eine Schiphra, eine andere Pua hieß, 16 und sprach: „Wenn ihr den Hebräerinnen Geburtshilfe leistet, dann achtet auf die beiden Steine. Ist es ein Knabe, so tötet ihn; ist es ein Mädchen, so mag es am Leben bleiben.“ 17 Doch die Hebammen fürchteten Gott und taten nicht, was ihnen der König von Ägypten befohlen hatte, sondern ließen die Knaben am Leben. 18 Da ließ der König die Hebammen kommen und sagte zu ihnen: „Warum tut ihr so und laßt die Knaben am Leben?“ 19 Die Hebammen antworteten dem Pharao: „Die Hebräerinnen sind nicht wie die ägyptischen Frauen; sie sind so lebenskräftig, daß sie schon geboren haben, ehe die Hebammen kommen.“ 20 Und Gott ließ es den Hebammen gut gehen. So vermehre sich das Volk und wurde sehr stark. 21 Weil die Hebammen Gott fürchteten, schenkte er ihnen Nachkommenschaft. |
Auf dieser Seite sind Überschriften („DAS BUCH EXODUS”, „DIE BEFREIUNG AUS ÄGYPTEN”, „ISRAEL IN ÄGYPTEN”, „Wohlstand der Hebräer in Ägypten”, „Unterdrückung der Hebräer”) und Einschnitte (am Anfang der Verse: Vers 8 und 15) sichtbar.
Überschriften und Einschnitte sollen dem Leser helfen, sich möglichst schnell mit den Hauptproblemen des Textes vertraut zu machen. Es ist bemerkenswert, dass sie gleichzeitig:
- dem Text eine literarische Struktur geben, d.h. den Text thematisch in „Hauptteile”, „Kapitel“, „Unterkapitel“ teilen;
- auch zeigen, wer der Hauptheld der einzelnen Teile ist.
Jeder Leser soll jedoch wissen, dass die zeitgenössische Redaktion nicht immer im Stande ist, die sich gestellte Aufgabe so auszuführen, um den Gedanken des unter Eingebung des Heiligen Geistes arbeitenden Hagiographen/Redakteurs präzis auszudrücken. Der Hagiograph ist Redakteur des endgültigen Textes des Buches, das vor Jahrhunderten in der hebräischen Sprache geschrieben wurde (wie es angenommen wird, fand die endgültige Redaktion ungefähr im VI Jh. vor Christus statt – als Israel in der Knechtschaft in Babylon war).
Es ist doch bemerkenswert, dass man in manchem Fall der langjährigen exegetischen Untersuchungen des hebräischen Textes bestimmen muss, welche literarische Struktur jener letzte vom Gott inspirierte Redakteur/Hagiograph dem Text des Buches gegeben hat und wer ist nach seiner Absicht der Hauptheld.
Nach der Betrachtung der einzelnen Überschriften in der deutschen Bibelausgabe kann man feststellen, dass – nach der deutschen zeitgenössischen Redaktion – der Hauptheld Israel ist und sein Führer, Mose.
Stimmt die von Überschriften abgelesene Lösung der Frage nach dem Haupthelden mit der Absicht des hebräischen Hagiographen/Redakteurs der endgültigen Fassung überein? – Das ist die Schlüsselfrage für Analysen, die in vorliegender Arbeit durchgeführt werden.
Genauso wichtig ist auch die zweite Frage: Ist die von Überschriften und Einschnitten abgelesene literarische Struktur des Buches Exodus dieselbe Struktur, die von jenem Hagiographen/Redakteur gegeben wurde?
Dieser Ausgabe liegt die deutsche Übersetzung aus Herders Bibelkommentar zugrunde, deren Text in Abstimmung mit der Jerusalemer Bibel (La Sainte Bible, traduite en français sous la direction de L’École Biblique de Jérusalem; Paris 1956) völlig überarbeitet wurde. Eine große Ausgabe mit der Kommentierung der Jerusalemer Bibel unter der deutschen Herausgeberschraft.
DDR_A_C_Wj_rozne_wydania_obce.html
DER HAUPTHELD UND DIE LITERARISCHE STRUKTUR
DES BUCHES EXODUS
Beispiele aus einigen fremdsprachigen Ausgaben
Nachstehend werden Teilungsverfahren des Buches Exodus in einigen, fremdsprachigen Bibelausgaben dargestellt. In dieser Zusammenstellung wird gezeigt, wie unterschiedlich entsprechende Redaktionen die literarische Struktur des Buches Exodus verstanden.
Das Beispiel der Bibel im Englischen: The Jerusalem Bible [1]:
| Der erste Teil | 1,1–15,21 | THE LIBERATION FROM EGYPT |
| A | 1,1–12,36 | ISRAEL IN EGYPT |
| B | 2,1–7,7 | EARLY LIFE AND CALL OF MOSES |
| 2,1–10 | The birth of Moses | |
| 2,11–22 | Moses escapes to Midian | |
| 2,23–7,7 | The Call of Moses | |
| C | 7,8–13,16 | THE PLAGUES OF EGYPT – THE PASSOVER |
| D | 13,17–15,21 | THE CROSSING OF THE SEA OF REEDS |
| Der zweite Teil | 15,22–18,27 | ISRAEL IN THE DESERT |
| Der dritte Teil | 19,1–24 | THE COVENANT AT SINAI |
| Der vierte Teil | 25,1–31,18 | INSTRUCTIONS ON THE BUILDING OF THE SANCTUARY AND ON ITS MINISTERS |
| Der fünfte Teil | 32,1–34,35 | ISRAEL’S APOSTASY. THE COVENANT RENEWED |
| Der sechste Teil | 35,1–40,38 | THE FURNISHING AND BUILDING OF THE SANCTUARY |
Das Beispiel der Bibel im Deutschen: Die Heilige Schrift des Alten Bundes [2].
| Der erste Teil | 1,1–15,21 | Die Befreiung aus Ägypten |
| 1,1–22 | 1. Israel in Ägypten [3] | |
| 2,1–7,7 | 2. Jugend und Berufung des Mose [4] | |
| 7,8–13,16 | 3. Die Ägyptischen Plagen. Das Pascha [5] | |
| 13,17–15,21 | 4. Der Durchzug durch das Schilfmeer [6] | |
| Der zweite Teil | 15,22–18,27 | Die Wüstenwanderung [7] |
| Der dritte Teil | 19,1–40,38 | Der Bund am Sinai [8] |
Das zweite Beispiel der Bibel im Deutschen: Das Alte Testament [9]:
| Der erste Teil | 1,1–11,10 | ISRAEL IN ÄGYPTEN [10] |
| Der zweite Teil | 12,1–18,27 | DER AUSZUG AUS ÄGYPTEN [11] |
| Der dritte Teil | 19,1–40,38 | AM SINAI |
Das Beispiel der Bibel im Französischen: La Bible. Traduction œcuménique de la Bible [12]:
| Der sechste Teil | 1,1–15,21 | DIEU FAIT SORTIR ISRAËL DU PAYS D’ ÉGYPTE [13] |
| 15,22–18,27 | LA MARCHE DES ISRAÉLITES DANS LE DÉSERT [14] | |
| 19,1–24,18 | DIEU FAIT ALLIANCE AVEC ISRAËL | |
| 25,1–31,18 | LE PLAN DU SANCTUAIRE | |
| 32,1–34,35 | LE VEAU D’OR | |
| 35,1–40,38 | LA CONSTRUCTION DU SANCTUAIRE |
DDR_A_D_Wj_rozne_wydania_polskie.html
DER HAUPTHELD UND DIE LITERARISCHE STRUKTUR
DES BUCHES EXODUS
Beispiele aus einigen polnischen Ausgaben
Nachstehend werden Teilungsverfahren des Buches Exodus in einigen, polnischen Bibelausgaben dargestellt. In dieser Zusammenstellung wird gezeigt, wie unterschiedlich entsprechende Redaktionen die literarische Struktur des Buches Exodus verstanden.
Księga Wyjścia według Biblii Wujka [1] w opracowaniu S. Stysia [2]:
| Część I | 1,1–18,27 | Z EGIPTU DO SYNAJU |
| I | 1,1–12,36 | Aż do wyjścia z Egiptu |
| 1,1–22 | Izraelici w Egipcie [3] | |
| 2,1–7,13 | Mojżesz i jego posłannictwo… [4] | |
| 7,14–12,36 | Plagi egipskie [5] | |
| II | 12,37–15,21 | Wyjście z Egiptu [6] |
| III | 15,22–18,27 | Od Morza Czerwonego do Synaju [7] |
| Część II | 19,1–40,38 | NA SYNAJU. PIERWSZE PRAWODAWSTWO |
Księga Wyjścia według Biblii Wujka w opracowaniu J. Frankowskiego [8]:
| Część I | 1,1–18,27 | WYBAWIENIE Z NIEWOLI EGIPSKIEJ |
| 1,1–2,22 | poszczególne podczęści zobacz w przypisie [9] | |
| 2,23–25 | Bóg wspomina na przymierze z Abrahamem | |
| 3,1–4,31 | Objawienie się Boga Mojżeszowi [10] | |
| 5,1–6,1 | Pierwsze spotkanie Mojżesza z faraonem Pogorszenie się sytuacji Izraelitów | |
| 6,2–13 | Drugi opis objawienia się Boga, powołania Mojżesza | |
| 6,14–30..7,13 | poszczególne podczęści zobacz w przypisie [11] | |
| 7,14–10,29 | Plagi egipskie | |
| 11,1–10 | Zapowiedź ostatniej plagi | |
| 12,1–20 | Noc paschalna. Baranek i przaśniki | |
| 12,21–30 | Śmierć pierworodnych | |
| 12,31–51 | Wyjście | |
| 13,1–10 | Przepisy dotyczące święcenia Paschy w Ziemi Obiecanej | |
| 13,11–16 | Prawo o pierworodnych | |
| 13,17–22 | Droga Izraela po wyjściu z Egiptu | |
| 14,1–31 | Pogoń; przejście przez Morze Czerwone | |
| 15,1–21 | Pieśń wybawionych… | |
| 15,22–18,27 | U wód Mara… [12] | |
| Część II | 19,1–40,38 | NA SYNAJU. PRZYMIERZE I PRAWO |
Księga Wyjścia w opracowaniu S. Łacha [13] z 1964 r.:
| Część I | 1,1–13,16 | IZRAEL W EGIPCIE |
| 1,1–7,13 | poszczególne podczęści zobacz w przypisie [14] | |
| 7,14–10,29 | Plagi egipskie | |
| 11,1–13,16 | Noc paschalna i wyjście z Egiptu | |
| Część II | 13,17–18,27 | PODRÓŻ Z EGIPTU POD SYNAJ |
| Część III | 19,1–31,18 | ZAWARCIE PRZYMIERZA NA SYNAJU |
| Część IV | 32,1–40,38 | APOSTAZJA IZRAELA I ODNOWIENIE PRZYMIERZA |
Księga Wyjścia w opracowaniu S. Łacha [15] z 1996 r.:
| Część I | 1,1–18,27 | UWOLNIENIE IZRAELITÓW Z EGIPTU |
| I | 1,1–15,21 | Izrael w Egipcie |
| 1,1–7,13 | poszczególne podczęści zobacz w przypisie [16] | |
| 7,14–10,29 | Plagi egipskie | |
| 11,1–13,16 | Noc paschalna i wyjście z Egiptu | |
| 13,17–14,31 | Cudowne przejście przez morze | |
| 15,1–22 | Pieśń dziękczynna | |
| II | 15,22–18,27 | Droga z Egiptu pod Synaj |
| Część II | 19,1–40,38 | ZAWARCIE PRZYMIERZA NA SYNAJU. PIERWSZE PRAWA |
Księga Wyjścia w Biblii Poznańskiej [17]:
| 1,1–7,13 | CZEŚĆ bez tytułu odredakcyjnego | |
| 1,1–22 | Ucisk Izraelitów w Egipcie | |
| 2,1–15 | Młodość Mojżesza | |
| 2,16–22 | Mojżesz u Midianitów | |
| 2,23–3,22 | Powołanie Mojżesza | |
| 4,1–17 | Przygotowanie Mojżesza do misji | |
| 4,18–31 | Mojżesz wraca do Egiptu | |
| 5,1–6,1 | Pierwsze spotkanie z faraonem | |
| 6,2–13 | Relacja [18] o objawieniu Imienia Jahwe, paralelna do tej z Wj 3–4 | |
| 6,14–27 | Genealogia Mojżesza i Aarona | |
| 6,28–7,13 | Aaron tłumaczem Mojżesza | |
| 7,14–11,10 | PLAGI EGIPSKIE | |
| 12,1–36 | PASCHA | |
| 12,1–14 | Pierwsze polecenia | |
| 12,15–20 | Święto Przaśników | |
| 12,21–36 | Śmierć pierworodnych | |
| 12,37–15,21 | WYJŚCIE Z EGIPTU | |
| 12,37–42 | Bez tytułu podczęści | |
| 12,43–51 | Udział obcych w Święcie Paschy | |
| 13,1–2 | Nakaz poświęcenia Bogu pierworodnych [19] | |
| 13,3–16 | Pouczenia rytualne | |
| 13,17–31 | Przejście przez morze | |
| 15,1–21 | Pieśń wdzięczności | |
| 15,22–18,27 | POCHÓD OD MORZA KU GÓROM SYNAJU | |
| 19,1–40,38 | ZAWARCIE PRZYMIERZA Z BOGIEM …[20] |
DDR_B_zasady_badania_biblii_1.html
WAHRHAFT WISSENSCHAFTLICH– METHODOLOGISCHE
GRUNDSÄTZE VON UNTERSUCHUNGEN
DER HEILIGEN SCHRIFT
- Biblische Bücher sind keine Kompilation, d.h. sie sind keine ungeordnete Sammlung früherer Texte, wie es Formgeschichte annimmt (vgl. H. Gunkel)
- Biblische Bücher bilden eine Komposition, d.h. eine logische, aus Elementen (Perikopen) bestehende Struktur, die ihnen vom letzten Redakteur gegeben wurde (R. Meynet – französischer Biblist):
- Biblische Texte sind komponiert worden und sie sind gut komponiert worden
- Es gibt eine spezifisch hebräische Rhetorik, d.h. ein Komplex vom hebräischen Denken und von hebräischen Komponierungsarten der literarischen Werke, die vom klassischen Schema der griechischen Rhetorik unterschiedlich sind.
- Man sollte vor allem dem Text vertrauen und die von den Vertretern der historisch–kritischen Methode eingetragenen Korrekturen sollen sehr vorsichtig berücksichtigt werden
DDR_B_zasady_badania_biblii_2_slon.html
IST DIE UNTERSUCHUNG EINES ELEFANTEN
DURCH DIE LUPE
EINE GUTE FORSCHUNGSMETHODE?
Beachten wir, dass:
- wenn ich mir immer durch die Lupe die Haut eines Elefanten ansehe, dann:
- werde ich nie den Elefanten im Ganzen sehen können
- werde ich nie wissen, dass es Elefanten gibt.
Die Methode Formgeschichte setzt voraus, dass der Bibeltext in bestimmte, kleinere Gattungseinheiten eingeteilt werden soll; sie nimmt dagegen nicht an, dass es in einzelnen Büchern, in ihrer kanonischen Gestalt (d.h. in der Gestalt, die ihnen vom letzten, von Gott inspirierten, Hagiographen/Redakteur gegeben wurde), eine literarische Struktur gibt, die diesen Einheiten übergeordnet ist und die die Interpretationsart derselben Einheiten ordnet.
DDR_B_zasady_badania_biblii_3_historia.html
DIE HISTORISCHE WAHRHEIT VON EX 1–18:
ein grundlegendes methodologisches Kriterium
Nennen wir als „historische Gattungen” zwei Arten von Literaturgattungen:
- den historischen Bericht,
- den historischen Roman (d.i. entweder ein Märchen/eine Fiktion, die einen historischen Bericht vortäuscht, oder eine zweckmäßig geschriebene verlogene Geschichte).
Es ist zu bemerken, dass:
- wenn jemand eine verlogene Geschichte schreibt, dann wählt er keine spezielle literarische Gattung, die dafür verwendet würde. Ganz im Gegenteil – jeder, dem daran gelegen ist, seine Leser anzulügen, macht alles, damit sein „Werk“ als eine wahre Geschichte gehalten wird. Um sein Ziel zu erreichen, verwendet ein solcher „Verfasser“ dieselben literarischen Mittel, die von Verfassern wahrer Geschichten benutzt werden.
- der obige Punkt den Verfasser betrifft. Und wie sind Merkmale des Textes einer verlogenen Geschichte? Man muss feststellen, dass der Text sich hinsichtlich der literarischen Form (der literarischen Gattung) vom Text einer wahren Geschichte nicht unterscheidet.
- man nach der Besprechung der Eigenschaften des Verfassers und seines Textes noch Möglichkeiten und Nicht–Möglichkeiten der Leser berücksichtigen muss:
- Es wird dem Leser oder dem Forscher nie gelingen, mit Hilfe eines Sprachkriteriums einen historischen Bericht (d.h. eine wahre Geschichte) von einem historischen Roman (d.h. von erdachten Erzählungen) zu unterscheiden, denn die gleiche Grammatik und dieselben sprachlichen Mittel kommen in beiden historischen Literaturgattungen vor;
- Deshalb darf man bei der Bibelforschung nicht im voraus annehmen, dass ein nach den Regeln der historischen Literaturgattungen geschriebener Text kein historischer Bericht ist, sondern lediglich ein Roman (historische Fiktion). Solch einem methodologischen Fehler erliegen viele Vertreter wissenschaftlicher Kreisen (darunter auch Biblisten, die die Methode Redaktionsgeschichte verwenden, obwohl sie den Text in seiner endgültigen Form wertschätzen).
Denken wir daran zurück, was Papst Benedikt XV im Jahr 1920 in der Enzyklika Spiritus Paraclitus [1], im Fragment u.d.T. „Die historische Wahrheit der Heiligen Schrift“ geschrieben hat.
Besonders wichtig ist hier die Feststellung: „Das oberste Gesetz der Geschichte ist, dass die Beschreibungen mit den Tatsachen, so wie sie sich wirklich zugetragen haben, übereinstimmen müssen“.
Der Papst stellt dann fest, dass die Heilige Schrift keine pseudohistorischen Erzählungen enthält und sie verwendet auch keine Literaturgattungen, „mit denen die Wahrheit des göttlichen Wortes sich nicht restlos und vollkommen vereinigen lässt“ (a.a.O., S. 69).
DDR_B_zasady_badania_biblii_4_wniosek.html
DIE HISTORISCHE WAHRHEIT VON EX 1–18
aus der Sicht des Folgsamkeitsgrundsatzes
gegenüber dem Lehramt der Kirche
Wenn es sich infolge der Untersuchungen erweisen wird, dass Ex 1–18 die den historischen Gattungen gestellten literarischen Anforderungen erfüllt, dann:
- darf man im voraus nicht feststellen, dass es nur der Hagiograph/Redakteur in solch einer Form die Intervention Gottes für Israel dargestellt hat (wie es die nach den Grundsätzen der Formgeschichte arbeitenden Biblisten schließen)
- sollte man – unter der Folgsamkeit gegenüber dem Lehramt der Kirche – das Buch Exodus 1–18 als historisches Dokument verstehen, das wahrhaft ist, und das von niemandem zu seinen eigenen Zwecken erdacht wurde
sollte man es tun und es lohnt sich, das zu tun: die Erkenntnis der Wahrheit von göttlicher Offenbarung und der Bedeutung der von Gott an Menschen richteten Gottessprache wird eine wunderbare Frucht solcher Haltung sein, sobald Jesus Christus selbst zu den Aposteln und ihren Nachfolgern gesagt hat:
„Wer euch hört, der hört mich, und wer euch ablehnt, der lehnt mich ab; wer aber mich ablehnt, der lehnt den ab, der mich gesandt hat“ (Lk 10,16).
DDR_C_Zasady_hebrajskiej_retoryki_1.html
ES IST WERTVOLL
DIE GRUNDSÄTZE DER HEBRÄISCHEN RETHORIK
KENNEN ZU LERNEN
(semitische Kompositionstechniken der literarischen Texte):
- Vorläufer sind: R. Lowth und J. Bengl (XVII Jh.)
- Verhältnisse zwischen den Elementen der Struktur:
- Parallelismen:
- synonymische
- antithetische
- synthetische
- konzentrische Strukturen A B C B’ A’
- Chiasmus–Strukturen A B C C’ B’ A’
- Inklusionen A …………….. A
- Parallelismen:
- Diese Verhältnisse verbinden:
- nicht nur Verse
- sondern auch größere Textfragmente
- Einen literarischen Sinnträger bilden (nach Schökel, 1981):
- nicht nur Wörter oder Sätze,
- sondern auch Verhältnisse zwischen den Elementen der Werkstruktur.
- Die Untersuchung der literarischen Struktur ist wie eine Radiographie des Textes (S. Hałas, 1998).
Beispiele der hebräischen Rhetorik:
- Parallelismen:
- Gen 27,29: die Reihe von drei aufeinander folgenden Parallelismen: zwei erste sind synonymisch, der dritte ist antithetisch:
- Dienen sollen dir die Völker, Stämme sich vor dir niederwerfen,
- Herr sollst du über deine Brüder sein. Die Söhne deiner Mutter sollen dir huldigen.
- Verflucht, wer dich verflucht. Gesegnet, wer dich segnet.
- Sir 24,20–22: die Reihe von drei aufeinander folgenden Parallelismen: der erste ist synonymisch, zwei nächste sind synthetisch:
- 20 An mich zu denken ist süßer als Honig,
mich zu besitzen ist besser als Wabenhonig. - 21 Wer auf mich genießt, den hungert noch,
wer mich trinkt, den dürstet noch. - 22 Wer auf mich hört, wird nicht zuschanden,
wer mir dient, fällt nicht in Sünde.
- 20 An mich zu denken ist süßer als Honig,
- Jes 51,9–10 – klick bitte, um die Besprechung dieses Parallelismus in meiner Dissertation zu lesen!; (Man sollte dort Seiten 209–217 wählen )
- Gen 27,29: die Reihe von drei aufeinander folgenden Parallelismen: zwei erste sind synonymisch, der dritte ist antithetisch:
- Inklusion:
- Chiasmus:der Chiasmus besteht aus sechs Perikopen
DDR_C_Zasady_hebrajskiej_retoryki_2_gruzy.html
STELLUNGNAHME VON VERTRETERN
DER METHODE FORMGESCHICHTE
(EINE ERLÄUTERUNG):
Bibel ist lediglich eine kostbare Sammlung von verschiedenen,
vorwiegend beschädigten Fragmenten
der uralten Geschichte:
Die Aufnahme wurde mit Einwilligung des Besitzers
von der Seite http://traveladventures.org veröffentlicht.
DDR_C_Zasady_hebrajskiej_retoryki_3_piekno.html
STELLUNGNAHME DER VERTRETER
VON GEGENMETHODEN DER FORMGESCHICHTE
(EINE ERLÄUTERUNG)
(Childs, Meynet):
Bibelbücher sind schön,
präzis komponiert;
man muss ihre verborgene Schönheit entdecken,
die in der Sprache der Kultur vor 3000–2000 Jahren aufgezeichnet wurde.
Die Aufnahme zeigt den Tempel nicht in seiner Ganzheit; wir wissen nicht, ob er im guten Stand erhalten oder vielleicht beschädigt ist – wie es auf der vorhergehenden Aufnahme der Fall war. Die Frage nach dem Ausmaß der Beschädigungen kann nicht auf dem Weg des Erratens entschieden werden, sondern einer demütigen Suche nach der Wahrheit. Bei der Frage nach dem Ausmaß der Beschädigungen von Bibeltexten soll ähnlich vorgegangen werden, was auf der folgenden Seite illustriert wird.
Die Aufnahme wurde mit Einwilligung des Autors,
Prof. Dr. Tomasz Jelonek,
Professor der Päpstlichen Akademie für Theologie in Kraków
veröffentlicht
DDR_C_Zasady_hebrajskiej_retoryki_4_z_bliska.html
STELLUNGNAHME DER VERTRETER
VON GEGENMETHODEN DER FORMGESCHICHTE
(EINE ERLÄUTERUNG)
(Childs, Meynet):
Bibelbücher sind schön,
präzis komponiert;
man muss ihre verborgene Schönheit entdecken,
die in der Sprache der Kultur vor 3000–2000 Jahren aufgezeichnet wurde.
Die Aufnahme zeigt den Tempel in seiner Ganzheit. Jetzt wissen wir schon, dass es hier keine Beschädigungen gibt (so wie es auf der vorletzten Aufnahme war), dass der Tempel von einem Architekten schön komponiert wurde. Ähnlich ist es bei Bibelforschung: Infolge einer demütigen Suche nach der Wahrheit kann man Schönheit, Einklang, Komposition des Buches oder seines Teiles entdecken. – Man kann das entdecken, was bei einem vorschnellen Lesen unerreichbar ist…
Die Aufnahme wurde mit Einwilligung des Autors,
Prof. Dr. Tomasz Jelonek,
Professor der Päpstlichen Akademie für Theologie in Kraków
veröffentlicht
DDR_D_AA_Hebrajska_Biblia1_opis.html
DIE HEBRÄISCHE BIBEL
ALS QUELLE DER GŐTTLICHEN OFFENBARUNG
Der unten vorgestellte beispielhafte Text aus dem Buch Exodus 4,18–23 aus der hebräischen Bibel zeigt die Art der Aufzeichnung der göttlichen Offenbarung durch die von Gott inspirierten Verfasser ungefähr sechs Jahrhunderte vor Christi Geburt. Im Text sind auch arabische Ziffern und lateinische Buchstaben sichtbar, die vom zeitgenössischen Verleger eingeführt wurden.
Es ist wissenswert, dass dieser hebräische Text eine Grundquelle für exegetische Untersuchungen bildet, deren Ziel das möglichst treue Ablesen der göttlichen Offenbarung ist. Die Bedeutung dieser Aufgabe ist nicht zu überschätzen, weil der Übersetzer/Exeget die Worte Gottes übermitteln soll!
Ist es heute notwendig, einen hebräischen Text zu lesen, wenn wir über gute, allgemein anerkannte Bibelübersetzungen in den Muttersprachen verfügen?
DDR_D_AA_Hebrajska_Biblia2_zrodlem.html
DIE HEBRÄISCHE BIBEL
ALS QUELLE
EINER VERANTWORTLICHEN AUSLEGUNG
DER GŐTTLICHEN OFFENBARUNG
Ist es heute notwendig, einen hebräischen Text zu lesen, wenn wir über gute, allgemein anerkannte Bibelübersetzungen in den Muttersprachen verfügen?
Die Antwort gibt Papst Pius XII in der Enzyklika Divino afflante Spiritu [1]: „Ist es doch Pflicht des Exegeten, auch das Kleinste, das unter der Eingebung des Heiligen Geistes aus der Feder des heiligen Schriftstellers geflossen ist, mit größter Sorgfalt und Ehrfurcht aufzugreifen, um dessen Gedanken möglichst tief und vollständig zu erfassen. Daher soll er gewissenhaft daran arbeiten, sich eine immer größere Kenntnis der biblischen und auch anderen orientalischen Sprachen anzueignen, und seine Schriftauslegung durch alle die Hilfsmittel führen, die die verschiedenen Zweige der Philologie bieten“.
Und dann über den Urtext der Bibel:
„vom heiligen Schriftsteller selbst geschrieben, hat er höhere Autorität und größeres Gewicht als jede, sei es auch die beste, Überlieferung aus alter oder neuer Zeit“.
Geehrter Leser!
Wenn wir uns der Tragweite der Aufgabe eines korrekten, präzisen Ablesens der Heiligen Schrift als göttlicher Offenbarung bewusst werden (diese Aufgabe ist immerfort aktuell), dann sollen wir mit unserem Gebet gegenwärtige Biblisten unterstützen, damit sie treu seinen Pflichten nachkommen!
Offizieller deutscher Text, Feldkirch 1946, digitalisiert von Armin Jauch. HTML–Fromat erstellt am 21.03.2004 von Dr. Josef Spindelböck. Irritum vorbehalten.
Papst Pius XII, Enzyklika Divino afflante Spiritu, [in:] H. Lempa (Red.), Aby lepiej słyszeć słowo Pana, T. II: Biblia w dokumentach Kościoła. Wybór tekstów i komentarz, Wrocław 1997, s. 98 (aus Teil II. 1. A. Das Studium der biblischen Sprachen).
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VERMEINTLICHE DISKONTINUITÄTEN IM TEXT
DES BUCHES EXODUS 1–18
Einführung
Die Lektüre des Buches Exodus ist keine leichte Aufgabe – es ist ja das Wort des einen Gottes. Es ist also notwendig, sich entsprechend auf diesen ernsten Kontakt mit Schöpfer und Heiland des Menschengeschlechtes vorzubereiten. Die Grundvoraussetzung, die leider von vielen gegenwärtigen Biblisten nicht erfüllt wird, ist die Folgsamkeit gegenüber den Anweisungen des Lehramtes der Kirche.
Die Kirche warnte vielmals in ihren Dokumenten [1], dass es nicht erlaubt ist, Fragmente der Heiligen Schrift zu verstellen – ein urschriftlicher hebräischer, aramäischer oder griechischer Text wird von Gott inspiriert, was bedeutet, dass er nach der Absicht des Heiligen Geistes geschrieben wurde.
Bei der Lektüre des Buches Exodus bemerken viele Biblisten Widersprüche zwischen einzelnen Fragmenten. Der Besprechung dieser Widersprüche werden einige darauf folgende Elemente der vorliegenden Präsentation gewidmet.
Der Papst warnte vor einem „wissenschaftlichen” Verstellen der Bibelfragmente durch modernistische Exegeten, indem er über die von ihnen angewandten Prinzipien so schrieb:
„Sie setzen hinzu, die Spuren dieser Entwicklung seien so offenkundig, dass ihre Geschichte nahezu geschrieben werden könnte. Ja, sie schreiben sie wirklich, so wenig zaghaft, dass man mit eigenen Augen die einzelnen Schriftsteller zu sehen glaubt, die in den einzelnen Zeiten zur Erweiterung der heiligen Bücher Hand angelegt haben. Zu dem Zweck nehmen sie die sogenannte Textkritik zu Hilfe und bemühen sich klar zu machen, diese oder jene Geschichte, dieses oder jenes Wort stehe nicht am rechten Orte, und was dergleichen mehr ist. Man wäre versucht zu sagen : sie haben einige Erzählungen oder Reden als Typen aufgestellt, einen Maßstab für sie, was an seinem Orte steht, was an fremdem“.
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VERMEINTLICHE DISKONTINUITÄTEN IM TEXT
DES BUCHES EXODUS 1–18
- DIE BERUFUNG DES MOSE: Ex 3–4 und Ex 6,2–8:
- zwei Beschreibungen eines Ereignisses?
- zwei aufeinander folgende Ereignisse?
- WOLLTE GOTT MOSE TŐTEN? – Ex 4,24–26:
24 Unterwegs am Rastplatz trat der Herr dem Mose entgegen und wollte ihn töten. 25 Zippora ergriff einen Feuerstein und schnitt ihrem Sohn die Vorhaut ab. Damit berührte sie die Beine des Mose und sagte: Ein Blutbräutigam bist du mir. 26 Da ließ der Herr von ihm ab. «Blutbräutigam» sagte sie damals wegen der Beschneidung.
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VERMEINTLICHE DISKONTINUITÄTEN IM TEXT
DES BUCHES EXODUS 1-18
F.f.
STAMMBAUM VON MOSE UND AARON (Ex 6,14-26) – wozu?
Ex 6,13-27: 13 „So redete der Herr mit Mose und mit Aaron. Er gab ihnen den Auftrag, zu den Israeliten und zum Pharao, dem König von Ägypten (אֶל־פַּרְעֹה מֶלֶךְ מִצְרָיִם), zu gehen und die Israeliten aus Ägypten herauszuführen.
14 Das sind die Oberhäupter ihrer Großfamilien: Die Söhne Rubens, des Erstgeborenen Israels: Henoch, Pallu, Hezron und Karmi; das waren die Sippenverbände Rubens. 15 Die Söhne Simeons: Jemuël, Jamin, Ohad, Jachin, zohar und Schaul, der Sohn der Kanaaniterin; das waren die Sippenverbände Simeons. 16 Das sind die Namen der Söhne Levis nach ihrer Geschlechterfolge: Gerschon, Kehat und Merari. Die Lebenszeit Levis betrug hundertsiebenunddreißig Jahre. 17 Die Söhne Gerschons: Libni und Schimi, nach ihren Sippenverbänden. 18 Die Söhne Kehats: Amram, Jizhar, Hebron und Usiël. Die Lebenszeit Kehats betrug hundertdreiunddreißig Jahre. 19 Die Söhne Meraris: Machli und Muschi; das waren die Sippenverbände der Leviten nach ihrer Geschlechterfolge. 20 Amram nahm seine Tante Jochebed zur Frau. Sie gebar ihm Aaron und Mose. Die Lebenszeit Amrams betrug hundertsiebenunddreißig Jahre. 21 Die Söhne Jizhars: Korach, Nefeg und Sichri. 22 Die Söhne Usiëls: Mischaël, Elizafan und Sitri. 23 Aaron nahm Elischeba, die Tochter Amminadabs, die Schwester Nachschons, zur Frau. Sie gebar ihm Nadab, Abihu, Eleasar und Itamar. 24 Die Söhne Korachs: Assir, Elkana und Abiasaf. Das waren die Sippenverbände der Korachiter. 25 Eleasar, der Sohn Aarons, nahm eine Tochter Putiëls zur Frau. Sie gebar ihm Pinhas. Das waren die Oberhäupter der levitischen Großfamilien nach ihren Sippenverbänden. 26 Das waren also Aaron und Mose, zu denen der Herr gesagt hatte: Führt die Israeliten aus Ägypten, und übernehmt dabei die Leitung der Scharen! 27 Die beiden waren es, die mit dem Pharao, dem König von Ägypten (אֶל־פַּרְעֹה מֶלֶךְ מִצְרָיִם), reden und die Israeliten aus Ägypten herausführen sollten, Mose und Aaron.
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VERMEINTLICHE DISKONTINUITÄTEN IM TEXT
DES BUCHES EXODUS 1-18
F.f.
- PLAGEN/WUNDERBARE ZEICHEN: wo sind Grenzen der Beschreibung?
- Ist der Anfang der Beschreibung:
- der zur Schlange verwandelte Stab: 7,8?
- oder: das in Blut verwandelte Wasser 7,14?
- Ist das Ende der Beschreibung:
- Vers 11,10? (der nächste Vers 12,1 ist schon der Beschreibungsanfang des Pascha)
- oder: Vers 13,16? (dann mit Einfügung der Tötung von Erstgeborenen)
- Ist der Anfang der Beschreibung:
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VERMEINTLICHE DISKONTINUITÄTEN IM TEXT
DES BUCHES EXODUS 1–18
F.f.
- DAS PASCHA: wo sind Grenzen der Beschreibung?
- 7,8–13,16
11,1–13,16
12,1–21; 12,43–13,16
12,1–20
12,1–36
12,1–13,16
12,1–20. 21–28. 43–51
12,1–13,22
12,1–14. 21–28. 43–51
12,1–14. 12,1–28;12,43–13,2
12,1–28.42–51
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VERMEINTLICHE DISKONTINUITÄTEN IM TEXT
DES BUCHES EXODUS 1-18
F.f.
- DER AUSZUG AUS ÄGYPTEN: wo ist der Anfang der Beschreibung?
- Ex 12,31?
- Ex 13,16?
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WIE SOLL MAN
BIBEL LESEN,
UM DEN VOM AUTOR
VERFASSTEN INHALT
ABZULESEN?
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DIE EXEGETISCHE SCHLÜSSELFRAGE
WER/WAS IST DER HAUPTHELD
DES BUCHES EXODUS 1-18?
- MOSE?
- ISRAEL?
- MIRJAM? → FEMINISTISCHE THEOLOGIEN
- PHARAO?
- GOTTES RINGEN MIT DEM PHARAO?
- DIE BEFREIUNG DER ISRAELITEN AUS DER ÄGYPTISCHEN KNECHTSCHAFT?
- …
- …
- …
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IM THEOZENTRISCHEN LESEN IST
DIE ANTWORT AUF
DIE EXEGETISCHE SCHLÜSSELFRAGE:
GOTT
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WENN MAN BIBEL LIEST,
SOLLTE MAN DIE FOLGENDE
ÜBERSETZUNGSREGEL ÄHNLICHER TEXTE
ANNEHMEN:
IN TEXTEN SOLLEN HERVORGEHOBEN WERDEN:
- lexikalisch–grammatische Unterschiede zwischen ihnen,
- Unterschiede des Kontextes, in dem die Texte in der Bibel eingesetzt wurden,
WOBEI ALS WESENTLICH FÜR WEITERE UNTERSUCHUNGEN SOLCHE UNTERSCHIEDE ANGENOMMEN WERDEN, DIE:
- auf einen anderen Gang der Ereignisse hinweisen, als wenn wir beide Texte als inhaltlich gleichbedeutende behandeln würden
- vermutlich ein literarisches Zeichen für den Anfang oder Abschluss einer wichtigen literarischen Einheit sind.
DIESER GRUNDSATZ HAT EINE SCHLÜSSELBEDEUTUNG
FÜR DAS ABLESEN
VON GOTTES WORTEN
UND VON BESCHREIBUNGEN DER TATEN GOTTES,
HINSICHTLICH DER TATSACHE,
WER SPRICHT…
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DER HAUPTHELD UND DIE LITERARISCHE STRUKTUR
DES BUCHES EXODUS 1-18
ein Rückblick
Es ist wertvoll, an dieser Stelle der Präsentation wiederholt das oben dargestellte Fragment des Buches Exodus zu betrachten. Es enthält:
- Übersetzungen der Sätze des hebräischen Textes,
- Überschriften, die mit einer größeren, fetten Lettergeschrieben werden,
- Einschnitte des Textes,
wobei Überschriften und Einschnitte den Text auf kleinere literarische Einheiten teilen. Wie gesagt, befinden sie sich im hebräischen Text nicht und wurden von der deutschen [1] zeitgenössischen Redaktion beigefügt.
Die Überschriften und die Einschnitte sollen dem Leser helfen, sich möglichst schnell mit Hauptfragen des zwischen ihnen stehenden Textes vertraut zu machen. Gleichzeitig:
- Geben sie dem Text eine literarische Struktur, d.h. teilen den Text thematisch in „Hauptteile”, „Kapitel“, „Unterkapitel“;
- Zeigen sie, wer der Hauptheld der einzelnen Teile ist.
Bei der Bearbeitung dieser Hilfstexte wurde nicht die Methode des theozentrischen Lesens verwendet, deshalb ist der Held des Buches Exodus aus der Sicht der Überschriften Mose und Israel und nicht Gott…
So sieht die Seite mit Überschriften („DAS BUCH EXODUS”, „DIE BEFREIUNG AUS ÄGYPTEN”, „ISRAEL IN ÄGYPTEN”, „Wohlstand der Hebräer in Ägypten”, „Unterdrückung der Hebräer”) und Einschnitte (am Anfang der Verse: Vers 8 und 15) aus:
DAS BUCH EXODUS | |
I. DIE BEFREIUNG AUS ÄGYPTEN | |
1. ISRAEL IN ÄGYPTEN Wohlstand der Hebräer in Ägypten 1 1 Dies sind die Namen der Israeliten, die nach Ägypten gekommen waren; mit Jakob waren sie gekommen, jeder mit seine Familie: ² Ruben, Simeon, Levi und Juda, ³ Issachar, Sebulon und Benjamin, 4 Dan, Nephtali, Gad und Aser. 5 Die Gesamtzahl der Nachkommen Jakobs betrug siebzig Personen. Joseph aber war schon in Ägypten. 6 Nach dem Tode Josephs, seiner Brüder und jenes ganzen Geschlechtes 7 waren die Israeliten fruchtbar und vermehrten sich; sie wurden überaus zahlreich und stark, so daß das ganze Land von ihnen angefüllt war. Unterdrückung der Hebräer 8 Da kam ein neuer König in Ägypten zur Herrschaft, der von Joseph nichts wußte. 9 Dieser sprach zu seinem Volke: „Seht, das Volk der Israeliten wird für uns zu zahlreich und zu stark. 10 Wir wollen klug gegen es vorgehen, damit es nicht noch zahlreicher wird und im Falle eines Kriege zu unsern Feinden übergeht, gegen uns kämpft und aus dem Lande wegzieht.“ 11 Sie setzen darum über es Fronvögte, damit sie es durch ihre Fronarbeiten bedrückten. Es mußte Vorratsstädte für den Pharao bauen, nämlich Pitom und Ramses. | 12 Aber je mehr sie es bedrückten, desto zahlreicher wurde es, und desto mehr breitete es sich aus, so daß sie vor den Israeliten ein Grauen erfaßte. 13 Deshalb zwangen die Ägypter der Israeliten zur Arbeit 14 und verbitterten ihnen das Leben durch harte Fron in Lehm und Ziegeln und mit allerlei Feldarbeit, zu denen man sie mit Gewalt heranholte. 15 Darauf befahl der König von Ägypten den Hebammen der Hebräerinnen, von denen eine Schiphra, eine andere Pua hieß, 16 und sprach: „Wenn ihr den Hebräerinnen Geburtshilfe leistet, dann achtet auf die beiden Steine. Ist es ein Knabe, so tötet ihn; ist es ein Mädchen, so mag es am Leben bleiben.“ 17 Doch die Hebammen fürchteten Gott und taten nicht, was ihnen der König von Ägypten befohlen hatte, sondern ließen die Knaben am Leben. 18 Da ließ der König die Hebammen kommen und sagte zu ihnen: „Warum tut ihr so und laßt die Knaben am Leben?“ 19 Die Hebammen antworteten dem Pharao: „Die Hebräerinnen sind nicht wie die ägyptischen Frauen; sie sind so lebenskräftig, daß sie schon geboren haben, ehe die Hebammen kommen.“ 20 Und Gott ließ es den Hebammen gut gehen. So vermehre sich das Volk und wurde sehr stark. 21 Weil die Hebammen Gott fürchteten, schenkte er ihnen Nachkommenschaft. |
Nach der Betrachtung der einzelnen Überschriften in der deutschen Bibelausgabe kann man feststellen, dass – nach der deutschen zeitgenössischen Redaktion – der Hauptheld Israel ist und sein Führer, Mose.
Stimmt die von Überschriften abgelesene Lösung der Frage nach dem Haupthelden mit der Absicht des hebräischen Hagiographen/Redakteurs der endgültigen Fassung überein? – Das ist die Schlüsselfrage für Analysen, die schon in nächsten Etappen vorliegender Präsentation durchgeführt werden.
Genauso wichtig ist auch die zweite Frage: Ist die von Überschriften und Einschnitten abgelesene literarische Struktur des Buches Exodus dieselbe Struktur, die von jenem Hagiographen/Redakteur gegeben wurde?
Dieser Ausgabe liegt die deutsche Übersetzung aus Herders Bibelkommentar zugrunde, deren Text in Abstimmung mit der Jerusalemer Bibel (La Sainte Bible, traduite en français sous la direction de L’École Biblique de Jérusalem; Paris 1956) völlig überarbeitet wurde. Eine große Ausgabe mit der Kommentierung der Jerusalemer Bibel unter der deutschen Herausgeberschraft.
DDR_E_A_perykopy_skrajne_wstep.html
DAS ERGEBNIS
DER MIT THEOZENTRISCHER METHODE
DURCHGEFÜHRTEN ANALYSEN
VOM BUCH EXODUS 1–18
Einführung
Das Lesen der Heiligen Schrift mit theozentrischer Methode setzt als Hauptbedingung die Haltung der Gottesfurcht voraus. Gott antwortet auf diese Methode–Haltung mit Seiner Gnade, die für Menschen eine unentbehrliche Hilfe bei Ergründung Gottes Wortes ist.
Infolge eines solchen Lesens wurde entdeckt, dass Ex 1–18 aus sechs Hauptelementen (Perikopen) besteht. Dann wurde festgestellt, dass die äußersten Perikopen 1,1–6,1 und 15,22–18,27 eine identische literarische Hauptstruktur haben.
Einer eingehenden Besprechung der äußersten Perikopen werden drei aufeinander folgende Elemente vorliegender Präsentation gewidmet. Nachstehend wird ein einfaches Schema mit Ergebnissen dargestellt, das Ihnen, Geehrter Leser, beim Verstehen folgender Analyseetappen behilflich sein wird:
DDR_E_B_perykopy_skrajne_budowa_teocentryczna.html
DIE METHODE
DES THEOZENTRISCHEN LESENS
VON Ex 1–18:
Die Entdeckung des literarischen Baues von zwei äußersten Perikopen
Ex 1,1–6,1 und Ex 15,22–18,27
Um einen heiligen Text und die ihm vom Hagiografen/Redakteur gegebene Komposition zu verstehen, sollte man den Text theozentrisch lesen. Dabei soll eine besondere Aufmerksamkeit darauf gelenkt werden, wann Gott Subjekt der Handlung im Text ist, wann und was ER spricht oder offenbart.
Infolge des theozentrischen, beharrlichen Lesens des heiligen hebräischen Textes vom Buch Ex 1–18 zeigen beide Perikopen folgende literarische Struktur:
Die erste Perikope (1,1–6,1):
1. Teil: | Israel schmachtet in der Knechtschaft des tyrannischen Pharaos „I“; |
2. Teil: | Gott der Väter offenbart sich dreimal Mose; in erster Offenbarung beschenkt Gott ihn mit GOTTESSTAB, mit dem Mose Zeichen/Wunder wirkt; dann deckt Gott ihm den Auszugsplan Seines Volkes aus der ägyptischen Knechtschaft auf. |
3. Teil: | Israel schmachtet in der Knechtschaft des tyrannischen Pharaos „II“; |
Die letzte Perikope (15,22–18,27):
1. Teil: | Gott führt Sein Volk auf dem Weg der Erkenntnis Seiner Güte und Seines Rechtes. |
2. Teil: | Gott stellt dem Volk Mose als Seinen Auserwählten vor, als Führer von Israel, der mit Machtattribut – DEM GOTTESSTAB ausgerüstet ist. Durch Mose führt Gott das Wasser aus dem Felsen heraus und besiegt den Todfeind – die Amalekiter |
3. Teil: | Gott führt Sein Volk zur Erkenntnis Seines Rechtes und zur Dankbarkeit Ihm gegenüber. |
Beide Perikopen haben einen konzentrischen Bau: sie bestehen aus drei Teilen; zwei äußerste Teile drücken einen analogischen Gedanken aus, der grundsätzlich das gegenseitige Verhältnis zwischen Gott und Volk betrifft (Gott schützt Sein Volk in der Situation der Bedrohung und des Notschreies; Gott erzieht geduldig sein Volk, das zum Klagen allzu geneigt ist). Der Mittelteil dagegen zeigt in beiden Fällen eine besondere göttliche Offenbarung, die mit der Person Mose verbunden ist; Mose ist mit Machtattribut und Zeichen des göttlichen Schutzes ausgerüstet – mit Gottesstab.
Dieser konzentrische Bau beider Perikopen zeigt unumstößlich einen zentralen Platz von Gott in der Geschichte, die Bedeutung Seiner Person und Seines Heilplanes bei dem Auszug der Israeliten aus der Knechtschaft, die Notwendigkeit der Gehorsamkeit und des Vertrauens gegenüber Gott und Seinem Diener Mose sogar in der Situation einer scheinbaren Abwesenheit Gottes oder einer scheinbaren Vernichtung durch den Feind Seiner Pläne.
Der identische Bau beider äußersten Perikopen bedeutet auch, dass es notwendig ist, sie als übereinstimmende Elemente zu verstehen, die, wie eine Klammer, vier übrige Elemente der literarischen Struktur des Buches Exodus 1–18 zusammenheften – wovon die Rede im nächsten Punkt vorliegender Präsentation ist.
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PERIKOPEN Ex 1,1-6,1 UND Ex 15,22-18,27
ALS EINE INKLUSION FÜR Ex 1-18
Der identische Bau beider äußersten Perikopen bedeutet auch, dass es notwendig ist, sie als übereinstimmende Elemente zu verstehen, die, wie eine Klammer, vier übrige Elemente der literarischen Struktur des Buches Exodus 1-18 zusammenheften.
Auf die gleiche Schlussfolgerung bringt folgende Tabelle mit der Zusammenstellung von:
- einigen grundsätzlichen Problemen, die ihre Quelle in erster, und ihre Bekrönung in letzter Perikope haben,
- andersartigen Kontrastsituationen in erster und letzter Perikope.
תַּעַבְדוּן אֶת־הָאֱלֹהִים עַל הָהָר הַזֶּה Perikope 1,1-6,1 תַּעַבְדוּן אֶת־הָאֱלֹהִים עַל הָהָר הַזֶּה | תַּעַבְדוּן אֶת־הָאֱלֹהִים עַל הָהָר הַזֶּה Perikope 15,22-18,27 תַּעַבְדוּן אֶת־הָאֱלֹהִים עַל הָהָר הַזֶּה |
Gott hat Mose während der ersten Offenbarung am Horeb angekündigt, dass ER ihn gesandt hat, damit er Israel aus Ägypten herausführt. Als Zeichen für Mose wird es sein, dass Israeliten auf diesem Berg (also auf Horeb – 3,1) Gott verehren werden (3,12): עַל הָהָר הַזֶּה אֶת־הָאֱלֹהִים תַּעַבְדוּן | Israel lagerte am Berg Horeb, dem Berg Gottes (vgl. 3,1;17,6: חֹרֵב; 3,1.12;18,5: הַר), als Jitro ankam. Jitro brachte Gott ein Brand- und Schlachtopfer dar. Aaron und alle Ältesten Israels kamen, um mit dem Schwiegervater des Mose vor Gott Brot zu verzehren (18,12): לֶאֱכָל־לֶחֶם עִם־חֹתֵן מֹשֶׁה לִפְנֵי הָאֱלֹהִים |
| Jitro trug Sorge für Mose – den Flüchtling, er ließ ihn mit ihm gemeinsam das tägliche Brot (לֶחֶם – 2,20) verzehren. | Jitro brachte Gott Opfer dar, mit ihm verzehrten Mose, Aaron und Älteste Israels das Opferbrot (לֶחֶם) (18,12). |
Jitro gab Mose seine Tochter Zippora zur Frau, sie gebar ihm zwei Söhne (2,21; 4,20). | Jitro brachte zu Mose seine Frau Zippora und zwei Söhne. Mose wollte seine Familie während des Auszugs aus Ägypten dem Tod nicht aussetzen und schickte sie wahrscheinlich aus diesem Grunde zurück (18,2). Ihre Ankunft zeigt, dass es jetzt, nach der Kampfzeit um das Leben des Volkes, Friedenszeit angebrochen ist. |
| Der Name des ersten Sohnes Mose ist – Gerschom (גֵּרְשֹׁם), denn er sagte: Gast bin ich in fremdem Land. (2,22). Der Name des zweiten Sohnes ist hier nicht angegeben worden. | Der Name des ersten Sohnes Mose ist – Gerschom (גֵּרְשֹׁם), denn er sagte: Gast bin ich in fremdem Land. (2,22). Der Name des zweiten Sohnes ist Elieser (אֱלִיעֶזֶר), denn Mose sagte: Der Gott meines Vaters hat mir geholfen und hat mich vor dem Schwert des Pharao gerettet (18,4). Diese Namen vertreten äußere Situationen: der Name des ersten Sohnes vertritt die Situation aus erster Perikope, der Name des zweiten Sohnes – die aus letzter Perikope. |
| Gott offenbarte sich Mose am Horeb und befahl ihm, Israeliten aus Ägypten herauszuführen. Danach ließ Jitro Mose nach Ägypten gehen und wünschte ihm: “Gehe im Frieden!“ (4,18). | Jitro erkannte, was Gott für Israel getan hat, mit Dankbarkeit preist er Gott für die Befreiung Israels aus der Hand des Pharao und für den Schutz über dem Volk während des ganzen Weges (18,1.8-12) |
| Streitende Israeliten bezweifeln das Recht des Mose zur Verrichtung der Rolle ihres Schiedsrichters (2,14: לְאִישׁ שַׂר וְשֹׁפֵט – ihres Aufsehers und Richters). | Mose hält Gericht (שׁפט – 18,13. 16) über Israeliten. Mose setzte Vorsteher (שַׂר – 18,21. 25) ein und verlieh ihnen das Recht zum Entscheiden (שׁפט – 18,22) geringerer Fälle. |
| Pharao „I“ und Pharao „II“ unterdrücken Israeliten, geben ihnen Arbeitsrechte (חֹק – 5,14), die über ihre Kräfte sind, befehlen (צוה – 1,22; 5,6;) ihnen, um sie zu vernichten (1,10.16.22). | Gott verleiht Israeliten Rechte (חֹק – 15,25.26; 18,16.20), befiehlt (צוה – 16,16. 24. 32. 34; 18,23) ihnen zu ihrem Wohl, um für sie Arzt zu sein (15,26), |
Pharao „II“ befiehlt Israeliten Stroh (תֶּבֶן – 5,7ab.10. 11.12.13.16.18) und Stoppel (קַשׁ – 5,12 ) zur Anfertigung von Ziegeln zu sammeln (לקח – 5,11 ). | Gott befiehlt Nahrung zu sammeln (לקח – 16,16 ): מָן – das Manna: 16,31. 33.35ab, also לֶחֶם – das Brot: 16,4.8.12.15.22.29. 32; שׂלָו – Wachteln: 16,13, also בָּשָׂר – das Fleisch: 16,8.12. |
| Pharao „II“ setzt den Israeliten eine unmenschliche, mörderische Tagesnorm (דְּבַר־יוֹם בְּיוֹמוֹ – 5,13.19) des Sammelns. | Gott bestimmt eine natürliche Tagesnorm |
| Pharao „I“ und Pharao „II“ quälen das Volk mit täglicher Arbeit ohne Rast und Ruhe (1,8-14; 5,6-19). Pharao „II“ verhindert dem Volk, Gott zu verehren, erklärt den Kult als Zeichen der Faulheit, als Ablenkung von der Arbeit (5,4-5. 8-9. 17). Der Pharao verbietet, Stroh den Israeliten zu liefern und macht dadurch die Ausführung ihrer Arbeit unmöglich (5,7-8. 10-11. 13. 16). | Gott befiehlt dem Volk jeden siebten Tag auszuruhen und ermöglicht ihm die Erfüllung dieses Befehls (16,23-30). Dieser Ruhetag soll Sabbat zu Gottes Ehre sein. |
Die in obigen Tabellen durchgeführten Analysen zeigen, dass Perikopen Ex 1,1-6, 1 und Ex 15,22-18, 27 sowohl hinsichtlich des Inhalts als auch eines konzentrischen Baues aneinander anknüpfen.
In literarischer Struktur des Buches Exodus 1-18 bilden diese Perikopen (Bestandteile) Rahmen des ganzen Textes. Es ist eine Inklusion – also ein charakteristischer Element der hebräischen Rhetorik!
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DAS ERGEBNIS
DER MIT THEOZENTRISCHER METHODE
DURCHGEFÜHRTEN ANALYSEN
VOM BUCH EXODUS 1–18
Zusammenfassung
Es ist wertvoll, das Ergebnis vorher vorgestellter theozentrischer Analysen noch einmal zu betrachten. Unter sechs Perikopen, die im Ex 1–18 entdeckt wurden, haben äußere Perikopen: 1,1–6,1 und 15,22–18,27 eine identische literarische Grundstruktur und bilden für ganzen Text von Ex 1,1–18,27 eine Inklusion, eine literarische Klammer. Ex 1–18 ist daher – nach der Absicht des von Gott inspirierten Hagiographen/Redakteurs – eine logische Ganzheit:
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DIE LITERARISCHE STRUKTUR VON EX 1–18:
Sechs Perikopen
und ihr thematisches Chiasmus–Verhältnis
Der Bau von übrigen Perikopen wird hier nicht berücksichtigt – in Zukunft kann diese Problematik ergänzt werden. Nachstehend wird dagegen die Ganzheit der Struktur von Ex 1–18 dargestellt.
Infolge theozentrischer Untersuchungen wurde festgestellt, dass:
- das Buch Exodus 1–18 hinsichtlich des Inhalts aus sechs Perikopen besteht: 1,1–6,1; 6,2–11,10; 12,1–13,16; 13,17–14,31; 15,1–21; 15,22–18,27,
- jede einzelne Perikope eine genau bestimmte Problematik übermittelt, die von der Problematik übriger Perikopen unterschiedlich ist,
- aufeinander folgende Perikopen zur Darstellung der aufeinander folgenden Etappen des göttlichen Planes dienen (Gott befreit das Volk Israels aus Ägypten),
- Perikopenpaare 1. und 6.; 2. und 5.; 3. und 4 ein Verhältnis von: Ankündigung – Erfüllung verbindet
- die aus sechs Perikopen bestehende Ganzheit einen konzentrischen Bau hat: A B C C’ B’ A’
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DIE LITERARISCHE STRUKTUR VON EX 1-18:
Sechs Perikopen
und ihr lexikalisches Chiasmus-Verhältnis: Einführung
Infolge theozentrischer Untersuchungen wurde festgestellt, dass die Struktur von Ex 1-18 hinsichtlich des thematischen Gehaltes der Perikopen einen konzentrischen Bau hat; es ist also ein Merkmal, das für hebräische Literaturwerke charakteristisch ist.
Es ergibt sich, dass ein solcher konzentrischer Bau noch tiefer verborgen ist – auf der lexikalischen Ebene, und zwar:
wenn man in jeder einzelnen von sechs Perikopen die Anzahl der hebräischen Wörter erforscht, die in einer von zwei folgenden Gruppen vorkommen (die Gruppen wurden infolge allseitigen Suchens auserwählt):
- Formen des Futurs, also entweder imperfectum, oder perfectum mit waw consecutivum, oder auch imperativus,
- Formen der Vergangenheit, also entweder perfectum, oder imperfectum mit waw consecutivum,
dann erhält man folgende Ergebnisse [1]:
| Vergangen-heit *@v?{?pw}* | Futur *@v?{?ivq}* | Worte in der Vergangen-heit (%) im Verhältnis zur Summe beider Tempora | Worte im Futur (%) im Verhältnis zur Summe beider Tempora | Summe % | |
| I | 264 | 164 | 62 % | 38 % | 100 % |
| II | 253 | 200 | 56 % | 44 % | 100 % |
| III | 60 | 110 | 35 % | 65 % | 100 % |
| IV | 71 | 36 | 66 % | 34 % | 100 % |
| V | 33 | 26 | 56 % | 44 % | 100 % |
| VI | 159 | 98 | 62 % | 38 % | 100 % |
Wechselbeziehungen können auch auf einem Diagramm vorgestellt werden, was im nächsten Punkt der Präsentation folgt.
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DIE LITERARISCHE STRUKTUR VON EX 1-18:
Sechs Perikopen
und ihr lexikalisches Chiasmus-Verhältnis: Diagramm
| rote | Säulchen | betreffen die Vergangenheit, |
| blaues | Säulchen | betrifft das Futur. |
Aus der Tabelle und dem Diagramm ergibt sich, dass:
- äußere Perikopen I und VI das gleiche Prozent der Worte in Vergangenheit (62 %) und im Futur (38%) haben
- Perikopen II und V das gleiche Prozent der Worte in Vergangenheit (56%) und im Futur (38%) haben
- mittlere Perikopen III und IV durch eine noch interessantere Wechselbeziehung charakterisiert werden (in einer sehr guten mathematischen Näherung):
- Prozent der Worte in Vergangenheit in der Perikope III = Prozent der Worte im Futur in der Perikope IV (35% fast gleich wie 34%)
- Prozent der Worte im Futur in der Perikope III = Prozent der Worte in Vergangenheit in der Perikope IV (65% fast gleich wie 66%)
Dank diesen Zahlabhängigkeiten hat die Anordnung von sechs Perikopen einen konzentrischen Bau A B C C’ B’ A’; Biblisten sprechen grundsätzlich in einem solchen Fall, dass die Struktur ein Chiasmus [1] bildet – eine besondere Art von konzentrischer Struktur. Solch eine Struktur ist für Hebräer typisch.
Geehrter Leser!
In diesem Stadium vorliegender Präsentation wissen wir viel von literarischer Struktur des Buches Exodus 1-18. In nächster Stufe wird die Identität dieser literarischen Struktur mit der Struktur altertümlicher hethitischer Traktate aus dem XVI Jh. vor Christus dargestellt werden.
DDR_G_A_perykopy_a_traktat_hetycki_wstep.html
DIE LITERARISCHE STRUKTUR
DES BUCHES EXODUS 1–18
und literarische Struktur
von altertümlichen hethitischen Traktaten
Einführung
Infolge der Untersuchungen wurde festgestellt, dass die Struktur von sechs aufeinander folgenden Perikopen (literarischen Elementen) des Buches Exodus 1–18 Anforderungen erfüllt, die von literarischen Schemas der auf Lehmtafeln entdeckten hethitischen Bündnistraktate auferlegt worden sind.
Bündnistraktate sind offizielle politische Dokumente, die von speziell für diese Aufgabe vorbereiteten Schriftstellern nach dem Bundesschluss zwischen zwei Staaten verfasst wurden. Diese Traktate wurden in Sanktuarien beider verbündeten Staaten aufbewahrt und sollten den Vertragschluss/Bundesschluss – in diesem Fall zwischen Hethitern und einem anderen Staat – beurkunden.
In der Zeit vom XVI bis XII Jh. vor Christus mussten alle Traktate sechs aufeinander folgende Teile haben, und zwar:
- Historischen Prolog, der Verdienste des stärkeren Kontrahenten gegenüber dem schwächeren in ihrer bisherigen Geschichte – also bis zum Tag, an dem sich beide trafen, zeigte. Das Ziel des Treffens war Aufnahme eines vierteiligen Zeremoniells des Bundesschlusses, was nach aufeinander folgenden Punkten: 2, 3, 4 und 5 verlaufen musste.
- Die Vorstellung der Kontrahenten, wobei die Majestät des Stärkeren und sein großzügiges Versprechen (z.B. der Beschenkung des Schwächeren mit der Erde) auf eine übertriebene östliche Art dargestellt wurden.
- Die Vorstellung des grundsätzlichen Bundesrechtes, das den schwächeren Partner an die Verpflichtung zur Untertänigkeit erinnerte (es wurde hier bestimmt, wie oft und wann der schwächere Kontrahent öffentlich den Bündnisvertrag vorlesen wird, um sich selbst und seine Untertänige an Verpflichtungen gegenüber dem stärkeren Partner zu erinnern.
- Die Aufnahme des bereits unwiderruflichen Aktes des Bundesschlusses (Bundesschneidens). Es wurde auf folgende Art realisiert: beide Kontrahenten gingen zwischen den in zwei Hälfte zerschlagenen Tieren; sie schritten über den mit ihrem Blut durchtränkten Boden, als ob sie durch eine Sphäre des Todes gingen – der Bund sollte nämlich unzertrennbar sein, «im Tod und Leben».
- Die Erfüllung der zu Beginn der Zeremonie gegebenen Versprechen durch den Souverän und den Vasallen. Das Gedenken an das Ereignis des Bundesschlusses und an die Erfüllung dieser Versprechen; dabei wurde oft ein Erdhügel aufgeschüttet oder ein Baum gepflanzt und eine Hymne verfasst.
- Die Aufzeichnung der Rechte, die tägliche Verhältnisse zwischen den Partnern ordneten.
Äußere Elemente in literarischer Struktur des Dokuments (des Traktats) hefteten wie eine Klammer vier mittlere Elemente zusammen.
Mittlere Elemente dagegen waren nicht einzig und allein eine Frucht literarischer Begabung, sondern ein Bericht von tatsächlich durch beide Kontrahenten vollbrachter Zeremonie des Bundesschlusses. Dieser feierliche Akt war genau nach vier aufeinander folgenden Elementen: 2, 3, 4 und 5 geordnet, die nach einem damals allgemein verbindlichen politisch–religiösen Zeremoniell realisiert wurden.
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DIE LITERARISCHE STRUKTUR
DES BUCHES EXODUS 1–18
und literarische Struktur
von altertümlichen hethitischen Traktaten
Einzelheiten
Infolge der Untersuchungen wurde festgestellt, dass die Struktur der sechs aufeinander folgenden Perikopen des Buches Exodus 1–18 Anforderungen erfüllt, die von literarischen Schemas hethitischer Bündnistraktate auferlegt worden sind:
- Ex 1,1–6,1: Beschreibung eines beständigen göttlichen Schutzes über Israel in der Situation der Existenzbedrohung des Volkes in der Zeit vor Gottes Offenbarung in Ägypten, die beginnt ein vierteiliges Zeremoniell des Bundesschlusses (Ex 6,2ff).
- Ex 6,2–11,10:
- Ex 6,2–8: Vorstellung des stärkeren Kontrahenten, Seines Namens, seiner Verbindungen mit den Vorfahren des schwächeren Kontrahenten,
- Gott legt das Versprechen:
- Ex 6,7: des Bundesschlusses:
die Formulierung „Ich nehme euch als mein Volk an und werde euer Gott sein“ hat eine identische Bedeutung wie der Ausdruck „Ich will einen Bund mit dir schließen“ - Ex 6,6–8: der Freiheitsbeschenkung
- Ex 6,8: der Gabe des Landes Kanaan als Eigentum der Israeliten
- Ex 6,7: des Bundesschlusses:
- Ex 6,14–26: Stammbaum des Mose und Aaron – es ist die Vorstellung des schwächeren Kontrahenten,
- Ex 7,8–11,10: Darstellung von Majestät, Pracht, Macht des stärkeren Kontrahenten – zehn wunderbare Zeichen.
- Ex 12,1–13,16: Gott verleiht Israel das grundsätzliche Bundesrecht: Jedes Jahr am 14. Abib bei Anbruch der Nacht soll Israel zu Ehren Gottes Pascha feiern, und darf sieben Tage danach nichts Gesäuertes essen; Erzählelemente, darunter die Beschreibung von Tötung der Erstgeborenen Ägyptens und von Israels Aufbruch aus der Knechtschaft (Ex 12,29–42) dienen der Erklärung dieses Rechtes.
- Ex 13,17–14,31: Der Akt des Bundesschneidens (–schlusses): Gott führt Israel von dem Ort des Paschaverzehrs an das Schilfmeer (ans Rote Meer) und beide Kontrahenten gehen gemeinsamen zwischen den Hälften des zerschnittenen Schilfmeeres als ob sie zwischen den Hälften eines Tieres gingen, was mit dem Zeremoniell übereinstimmt (die Triftigkeit solchen Verstehens bestätigt Jes 51,9–10 – klick bitte, um die Besprechung dieses Parallelismus in meiner Dissertation im Internet nachzusehen!; man muss dort Seiten 209–217 wählen).
- Ex 15,1–21: Das Gedenken an das Ereignis des Bundesschlusses und an die Realisierung seiner Beschlüsse.
- Ex 15,22–18,27: Göttliche Befehle und Verbote, Segen und Zorn gegenüber Israel, Verteidigung gegen Feinde; Einsetzung von Richtern für das Volk; Danksagung gegenüber Gott für den geschlossenen Bund und für Seine erlösende Intervention.
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DIE LITERARISCHE STRUKTUR
DES BUCHES EXODUS 1–18
und literarische Struktur
von altertümlichen hethitischen Traktaten
Reduktionsmöglichkeit auf 4 Elemente
Infolge der Untersuchungen wurde festgestellt, dass die Struktur der sechs aufeinander folgenden Perikopen des Buches Exodus 1–18 Anforderungen erfüllt, die von literarischen Schemas hethitischer Bündnistraktate auferlegt worden sind. Gleichzeitig ist zu bemerken, dass:
- Perikopen 1. und 2. in gewisser Hinsicht eine Ganzheit bilden – sie zeigen Pracht Gottes, Seine Liebe zu Israel, Seine Bundesverheißungen: Gott offenbart sich als ein König – Souverän, als König, der reich an Pracht, Herrlichkeit, Majestät ist; Gott initiiert den Bund mit Israeliten und verspricht die Gabe des Landes Kanaan als ihr Eigentum; es werden auch Gottes Verdienste gegenüber Israel – dem Vasallen in der Zeit vor dem Bundesschluss des Pascha/des Exodus dargestellt.
- Perikopen 5. und 6. auch in gewisser Hinsicht eine Ganzheit bilden – sie zeigen, wie Prächtiger Gott Seine Verheißungen nach dem Bundesschluss verwirklicht und wie das beschenkte Israel Gott und Seine Taten erkennt. Gott als Bundespartner des Israels ist sein Beschützer gegen Feinde, gegen Hunger und Durst; Er ist ein geduldiger Lehrer des Bundesrechtes, der Israel zu Sich, in das den Vätern versprochene Land führt.
Deshalb kann man die Struktur von Ex 1–18 auf vier Elemente reduzieren:
| A: Ex 1,1–11,10: | Gott offenbart sich als König, der reich an Macht und Majestät ist; Er initiiert den Bund mit Israel in der Situation seiner Versklavung in Ägypten und verpflichtet sich, ihm das Land Kanaan zu geben. |
| B: Ex 12,1–13,16: | Gott verleiht Israel das Bundesrecht des Pascha/des Exodus; Israel nimmt das gegebene Recht an. |
| C: Ex 13,17–14,31: | Gott schließt den Bund mit Israel durch den Akt der Durchführung Israels durch die Wüste und das zerschnittene Meer. |
| D: Ex 15,1–18,27: | Israel preist Gott gedenkend, dass Er ihn mit Seinem Segen beschenkt hat: mit Freiheit, Land, Nahrung und Getränk, mit Erkenntnis Gottes und Seines Rechtes. |
Die Durchführungsmöglichkeit einer solchen thematischen Reduktion wurde am Anfang der Israelgeschichte bemerkt. Sie wurde zum Grundsatz der Eintragung von Exodusgeschichte 1–18 in den Pascha–Ritus, wovon die Rede in nächsten Punkten der Präsentation ist.
DDR_H_A_Pascha_okladka.html
DAS PASCHA
Der Pascha-Ritus in der Sicht der „Pessach-Haggada“
„Pessach-Haggada“ [1] –
„הַגָּדָה שֶל פֶסַ“ -
erwähnt vier Weinbecher, die die grundsätzliche Struktur des Ritus konstituieren. Die „Haggada“ als ein Liturgiebuch enthält konkrete Gebete, Weisheitsbelehrungen, Lieder, symbolische Akten (Händewaschen, Verzehr von symbolischen Speisen …), die der Reihe nach vollbracht und den vierzehn aufeinander folgenden Rituspunkten zugeschrieben werden. Sie ist ein jüdisches Buch, aus dem am Abend vor dem Paschafest gelesen wird [2]. Aus diesem Grunde bildet die Analyse des Textes von „Haggada“ in ihrer hebräischen/aramäischen Originalschrift eine der exegetischen Hauptaufgaben für jeden, der Logik des Pascha-Ritus kennen lernen will.
Der Text „der Haggada“ entstand stufenweise, innerhalb mehrerer Jahrhunderte [3]. Die erste Fassung wurde höchstwahrscheinlich zwischen der Hälfte des II Jh. und dem Ende des IV Jh. kompiliert.
Obwohl der gegenwärtig bekannte altertümliche Text von „Pessach-Haggada“ aus der Zeit nach der Zerstörung des Tempels in Jerusalem (also nach dem Jahr 70. u. Z.) stammt, nehmen jedoch grundsätzliche Teile des hebräischen/aramäischen Textes und Schlüsselideen der Ganzheit ihren Ursprung von der Zeit vor Christi Geburt [4].
„Haggadas“ aus dem VIII Jahrhundert, die in Geniza in Kairo erhalten wurden, sind lediglich in Fragmenten bekannt. Auf ihrem Grund kann man jedoch die Ganzheit des Textes aus jenem Zeitraum nicht erkennen.
Die älteste, bisher gefundene, vollständige und lesbare Handschrift von „Haggada“ befindet sich in einem Gebetsbuch aus dem X Jh., dessen Redakteur Sadia Gaon, Lehrer an der Akademie in Sura, war.
Im XIII Jh. fügten polnische oder deutsche Juden diesem Text Abschlusslieder hinzu [5].
Seit dem XIII Jh. benutzten immer mehr Juden „Haggada-Bücher“, die als besondere Liturgiebücher beim Feiern des Paschafestes in jüdischen Häusern Anwendung fanden [6].
Das älteste bestätigte Druckexemplar von „Haggada“ stammt aus dem Jahr 1486, aus Soncino in Italien.
Seit einigen Jahrhunderten werden „Pessach-Haggadas“ allgemein gedruckt. Oft reich verziert und illustriert, enthalten diese kleine Büchlein eine Beschreibung aufeinander folgender Tätigkeiten von Pascha-Liturgie: Beschreibung von Gesten und Worten des Ritus. Mehrmals befindet sich in der „Haggada“ eine Erklärung dieser aufeinander folgenden heiligen Akten. Aufmerksamkeit wird nicht nur auf einzelne Tätigkeiten oder Worte des zelebrierten Pascha gelenkt, sondern auch auf eine vorgeschriebene Reihenfolge, was in der hebräischen Sprache das Wort „Seder“ (סֵדֶר) ausdrückt [7].
Derselbe Begriff wird auch verwendet:
- Als eine gleichrangige Bezeichnung für „Pessach-Haggada“,
- Als die Bezeichnung von einer speziellen Schüssel, auf die rituelle Speisen gelegt werden,
- Als Bezeichnung für den Liturgievorsitzenden; dadurch weist man auf seine wesentliche Rolle hin, die auf einer treuen Einhaltung der aufeinander folgenden Akten von Paschaliturgie beruht.
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DER PASCHA-RITUS NACH „HAGGADA“
Stellung vom Grundproblem
Einzelne Ausgaben von „Pessach-Haggada“, sowie ihre Besprechungen, können sich nur in Bezug auf Einzelheiten unterscheiden. Die Quelle der Unterschiede ist historische Entwicklung der Pascha-Liturgie unter den in fernen geografischen Weltregionen wohnenden Juden. Der grundsätzliche Pascha-Ritus, der von zahlreichen Quellen angegeben wird, bleibt erhalten [1]. Größere Unterschiede kommen nur am Sederende vor – bei sephardischen Juden gibt es in der Pascha-Liturgie viel weniger Abschlusslieder als bei aschkenasischen Juden [2].
Die „Pessach-Haggada“ ermöglicht die Ordnungseinhaltung vom Paschamahl, das von aufeinander folgenden liturgischen Worten und Tätigkeiten charakterisiert wird. Diese Reihenfolge wird den vierzehn Seder-Punkten so zugeschrieben, damit man liturgische Überlieferung vier nacheinander geleerter Weinbecher realisieren kann. Die „Haggada“ gibt dagegen nicht an, wo liturgische Akte des ersten Bechers enden, und des zweiten beginnen, des zweiten enden und des dritten beginnen, des dritten enden und des vierten beginnen.
Die vom Autor vorliegender Veröffentlichung durchgeführten Analysen haben gezeigt, dass eine eindeutige Teilung jedoch möglich ist – was auf der nächsten Seite dargestellt wird.
פסח של הגדה The Passover Haggadah. A faithful English rendering by A. Regelson, illustrated by Z. Kleinman, New York 1965;
פסח של הגדה Passover Haggadah with a new translation by Chaim Raphael, New York 1972;
פֶסַח שֶל הַגָּדָה Hagada na Pesach. Übertragung ins Polnische von Dyr. Salomon Spitzer, Tel-Aviv 1972;
הגדה שׁל פסח Hagada. Opowiadania o wyjściu Izraelitów z Egiptu na pierwsze dwa wieczory święta Pesach. Wydawnictwo Księgarni M. Zalcmana, Wien 1927, S. 33. Die Haggada ist z. Z. in der «Bibliophilen Reprintedition» (Bibliofilska Edycja Reprintów) als ein Reprint zugänglich, der nach einem Exemplar aus Privatsammlungen in der Buchdruckerei Interdruck GmbH in Leipzig ausgeführt wurde, Warszawa 1991.
פֶסַח שֶל הַגָּדָה S pomocí Bozí nová prazská pesachová HAGADA s poučným výkladem a v překladu rabi Efraima K. Sidona a s učeným doslovm doktora Bedřicka Noska, Prag 1996;
פסח של הגדה Haggada de Pessa’h, Brüssel 1999;
L. Ligier, Textus Liturgiae Judeorum, [in:] A. Hänggi, I. Pahl, Prex Eucharistica: Textus e variis antiquoribus selecti, Fribourg 1968, S. 1-57, darunter S. 13-34: Séder Haggadah šel Pesah seu ordo narrationis Paschae;
S. Pecaric (red.) פסח של הגדה Hagada na Pesach i Pieśń nad Pieśniami, Kraków 2002, S. 62-230;
S. P. De Vries, Obrzędy i symbole Żydów, Kraków 1999, S. 181-189;
J. Kanofsky, Przewodnik Pesachowy Fundacji Ronalda S. Laudera. Pesach 5763 / 2003, Warszawa 2003;
R. Cantalamessa, Pascha naszego zbawienia. Tradycje paschalne Biblii i pierwotnego Kościoła, Kraków 1998, S. 37-41;
J. Drozd, Ostatnia Wieczerza nową Paschą, Katowice 1977, S. 39-44;
The Passover Hagadah - englischsprachiger Text von „Pessach-Haggada“, herausgegeben von Kehot Publication Society, veröffentlicht im Internet von Chabad Lubavitch in elektronischer Form →klick!
Vgl. auch A. Cała, Sefardyjczycy, [in:] A. Cała, H. Węgrzynek, G. Zalewska, Historia i kultura Żydów polskich. Słownik, Warszawa 2000, S. 300-301: Sephardischen Juden sind Bekenner des Judentums, die aus iberischer Halbinsel (Spanien, Portugal) stammten. 1492 mussten sie Spanien verlassen, wanderten von hier aus nach Nordafrika, in den Nahen Osten, nach Balkan, Frankreich, Italien, in die Niederlande, nach Amerika aus: a.a.O., Aszkenazyjczycy, S. 16: Aschkenasischen Juden waren ursprünglich Juden, die aus Deutschland stammten; gegenwärtig bezeichnet dieser Termin Juden aus Mittelosteuropa.
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DER PASCHA-RITUS NACH DER „HAGGADA“ AUS 1927 [1],
in vier grundsätzliche farbige Teile
vom Verfasser vorliegender Präsentation geteilt
| 1. | Der Segen -Kidusch | קַדֵּשׁ |
| 2. | Der Sederleiter übergießt seine Hände mit Wasser zur Reinigung. | וּרְהַץ |
| 3. | Verzehr der (im Salzwasser getunkten) Petersilie. | כַּרְפַּס |
| 4. | Brechen der mittleren Matze: Afikoman. | יַחַץ |
| 5. | Die Erzählung von dem Auszug aus Ägypten. | מַגִּיד |
| 6. | Händewaschen aller Teilnehmer. | רַחַץ |
| 7. | Der Segen über die Matzen. | מוֹצִיא מַצָה |
| 8. | Verzehr des (im Salzwasser getunkten) Bitterkrautes. | מָרוֹר |
| 9. | Verzehr der Matze mit Bitterkraut. | כּוֹרֵךְ |
| 10. | Das Mahl wird aufgetragen. | שֻׁלְחָן עוֹרֵךְ |
| 11. | Verzehr des Afikoman. | צָפוּן |
| 12. | Danksagung für die Nahrung; Bitten um Elias und Messias. | בָּרֵךְ |
| 13. | Gesang des zweiten Teiles vom Hallel. | קַדֵּשׁ |
| 14. | Abschlussgesang. | קַדֵּשׁ |
Bemerkung: um die Logik dieser Teilung zu zeigen, sind dem Originaltext der Ausgabe aus 1927 folgende Änderungen hinzugefügt worden:
- „3. Verzehr der Petersilie“ – es wurde „im Salzwasser getunkten“ hinzugefügt,
„8. Verzehr des Bitterkrautes“ – es wurde „im Salzwasser getunkten“ hinzugefügt.
Es ist bemerkenswert, dass Teile I und Teile II einen ähnlichen Aufbau haben:- am Anfang jedes von ihnen gibt es zwei Punkte – Segen und Händewaschen,
- der dritte Punkt ist Verzehr des im Salzwasser getunkten Krautes.
- In beiden Teilen ist der vierte Punkt mit Matze verbunden, deshalb wurde
der Punkt 4 „Brechen der mittleren Matze“ in einen gleichrangigen Satz:
der Punkt 4 „Brechen der mittleren Matze: Afikoman“ verändert, was mit
der Punkt 11: „Verzehr des Afikoman“ übereinstimmt.
- „12. Dankgebet nach dem Essen“ veränderte man in:
„12. Danksagung für Nahrung“ (darunter besonders für das ungesäuerte Brot des Auszugs aus Ägypten!) und weiter „Bitten um Elias und Messias“ (um ihre Ankunft, um die Erneuerung jenes ursprünglichen Auszugs und darum, dass das ganze Israel in eine neue Wirklichkeit eingeführt wird, in die erwartete Zeit von Messias; Messias wird alljährlich während des Pascha erwartet). - Mit der gelben Farbe wurde zweimal (im Punkt 4. und 11.) das Vorkommen von Afikoman hervorgehoben. Es ist zu bemerken, dass Afikoman sehr wichtig ist, denn es teilt 14 Punkte des Pascha-Ritus in 4 Teile; jeder Teil besteht aus drei Punkten: 1+2+3 4 5+6+7 8+9+10 11 12+13+14.
- Es muss jedoch unterstrichen werden, dass die Teilung hinsichtlich des Afikoman nicht am charakteristischsten für den Pascha-Ritus ist. Mit verschiedenen Farben wurde in der Tabelle eine Grundteilung markiert, die die Zugehörigkeit von vierzehn Punkten zu vier einzelnen Hauptteilen des Ritus zeigt. Sie sind mit vier Weinbechern verbunden, die eine grundsätzliche Struktur des Ritus konstituieren.
- Der erste Hauptteil konzentriert sich auf der Erzählung der Geschichte Israels und besonders der Patriarchengeschichte; einen speziellen Platz nimmt hier Unglücksdarstellung Israels in Ägypten ein (daher Verzehr der im Salzwasser getunkten Petersilie – Hörer sollen existentiell die Situation bitterer Tränen der Sklaverei „erfahren“. Israeliten bildeten die niedrigste Sozialschicht, sie waren dem Boden nah – so wie auch Petersilie eine miserable Pflanze ist, die gleich am Boden wächst). Die Darstellung einer wunderbaren Intervention Gottes gegenüber Israeliten in Ägypten krönt diese Geschichte, und die Erzählung des Sederleiters verwandelt sich in eine Gebetsaufzählung der 15 von zahlreichen Wohltaten Gottes, die Er ihnen während des Auszugs aus Ägypten bezeigt hat; Gesang des ersten Teiles vom Hallel (d.h. Ps 113-114) drückt die Dankbarkeit Israels für göttliche Intervention aus.
Vor dem Gesang werden jedoch noch liturgische Zeichen erklärt, die im zweiten Hauptteil des Pascha-Ritus stattfinden werden: der Sederleiter erklärt die Bedeutung des Verzehrs vom ungesäuerten Brot, bitteren Kräutern und dem Pascha-Lamm (gegenwärtig wird das Lamm nicht verzehrt, denn es gibt keinen Tempel in Jerusalem – und nur in einem Tempel kann man das Lamm fürs Pascha opfern). Man muss also unterstreichen, dass im ersten Pascha-Teil gelehrt und erzählt wird; man stellt auch Gott als einen treuen Bundespartner dar und zeigt Seine Anforderungen. Daher wird im ersten Teil auch das erklärt, was im zweiten folgen wird. - Der zweite Hauptteil des Pascha-Ritus ist im offiziellen Teil am bescheidensten, was aber nicht bedeutet, dass er unwichtig ist. Im Gegenteil: vier aufeinander folgende Punkte (in der obigen Tabelle haben sie Nummern: 6, 7, 8 und 9) sind Realisierung des Pascha-Rechtes: jeder Teilnehmer soll eine Matze, die im Salzwasser getunkten Bitterkräuter und eine Matze mit Bitterkräutern essen. Auf diese Weise erfüllt er göttlichen, das Pascha-Lamm betreffenden Befehl: (Ex 12,8) „Noch in der gleichen Nacht soll man das Fleisch essen. Über dem Feuer gebraten und zusammen mit ungesäuertem Brot und Bitterkräutern soll man es essen“. Erst nach der Erfüllung dieser Akte kommt die Zeit für eine reichliche, festliche Mahlzeit, für ein durch das Recht nicht geregeltes Abendmahl.
- Der dritte und vierte Teil des Ritus werden auf nächsten Seiten dargestellt werden.
Es ist aber schon jetzt zu bemerken, dass Verzehr des Afikoman in allen Kommentaren irrtümlich ausgelegt wird als Nachtischverzehr nach dem gerade abgeschlossenem Abendmahl, und die mit Afikomanverzehr verbundenen Gebete – nur als Dankgebete für verzehrtes Abendmahl.
Im dritten Teil wurde deshalb in der obigen Tabelle eine wesentliche Verbesserung des im Jahre 1927 herausgegebenen Textes durchgeführt.
Originell wurde im obigen 14-teiligen Schema vom Pascha-Seder die Teilung in vier Grundteile nicht durchgeführt. Die Grundteile entsprechen den vier Bechern, die diese Struktur konstituieren. Es ist keine leichte Frage, sie ist jedoch ausführbar und notwendig, um den Primär-Ritus des Pascha zu verstehen.
DDR_H_D_afikoman.html
ןDER PASCHA-RITUS, DER DRITTE TEIL:ן
AFIKOMAN ALS MANNA (מָן) DES BUNDESSCHLUSSES
ןZWISCHEN GOTT UND ISRAELן
ןWÄHREND DES DURCHGANGS ZWISCHEN HALBIERTENן
GEWÄSSERN DES MEERES, AUF SEINEM (וֹ) GRUND (אֲפִיק)
DDR_H_E_afikoman_a_slup_ognia.html
DER PASCHA-RITUS, DER DRITTE TEIL:
biblische Texte
EIN Ex 12,34-39 34 Das Volk nahm den Brotteig ungesäuert mit; sie wickelten ihre Backschüsseln in Kleider ein und luden sie sich auf die Schultern. 35 Die Israeliten taten, was Mose gesagt hatte. Sie erbaten von den Ägyptern Geräte aus Silber und Gold und auch Gewänder. 36 Der Herr ließ das Volk bei den Ägyptern Gunst finden, so daß sie auf ihre Bitte eingingen. auf diese Weise plünderten sie die Ägypter aus. 37 Die Israeliten brachen von Ramses nach Sukkot auf. Es waren an die sechshunderttausend Mann zu Fuß, nicht gerechnet die Kinder. 38 Auch ein großer Haufen anderer Leute zog mit, dazu Schafe, Ziegen und Rinder, eine sehr große Menge Vieh. 39 Aus dem Teig, den sie aus Ägypten mitgebracht hatten, backten sie ungesäuerte Brotfladen; denn der Teig war nicht durchsäuert, weil sie aus Ägypten verjagt worden waren und nicht einmal Zeit hatten, für Reiseverpflegung zu sorgen.
13,21 Der Herr zog vor ihnen her, bei Tag in einer Wolkensäule, um ihnen den Weg zu zeigen, bei Nacht in einer Feuersäule, um ihnen zu leuchten. So konnten sie Tag und Nacht unterwegs sein.
14,19-22 19 Der Engel Gottes, der den Zug der Israeliten anführte, erhob sich und ging an das Ende des Zuges, und die Wolkensäule vor ihnen erhob sich und trat an das Ende. 20 Sie kam zwischen das Lager der Ägypter und das Lager der Israeliten. Die Wolke war da und Finsternis, und Blitze erhellten die Nacht. So kamen sie die ganze Nacht einander nicht näher. 21 Mose streckte seine Hand über das Meer aus, und der Herr trieb die ganze Nacht das Meer durch einen starken Ostwind fort. Er ließ das Meer austrocknen, und das Wasser spaltete sich. 22 Die Israeliten zogen auf trockenem Boden ins Meer hinein, während rechts und links von ihnen das Wasser wie eine Mauer stand.
14,24 24 Um die Zeit der Morgenwache blickte der Herr aus der Feuer- und Wolkensäule auf das Lager der Ägypter und brachte es in Verwirrung.
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DIE BESCHREIBUNG DES BUNDESSCHLUSSES
ZWISCHEN GOTT UND ABRAM:
Gen 15,1–20,
darunter besonders Gen 15,17–18 ← klick bitte
Gen 15,1–21: 1 Nach diesen Ereignissen erging das Wort des Herrn in einer Vision an Abram: Fürchte dich nicht, Abram, ich bin dein Schild; dein Lohn wird sehr groß sein. 2 Abram antwortete: Herr, mein Herr, was willst du mir schon geben? Ich gehe doch kinderlos dahin, und Erbe meines Hauses ist Eliëser aus Damaskus. 3 Und Abram sagte: Du hast mir ja keine Nachkommen gegeben; also wird mich mein Haussklave beerben. 4 Da erging das Wort des Herrn an ihn: Nicht er wird dich beerben, sondern dein leiblicher Sohn wird dein Erbe sein. 5 Er führte ihn hinaus und sprach: Sieh doch zum Himmel hinauf, und zähl die Sterne, wenn du sie zählen kannst. Und er sprach zu ihm: So zahlreich werden deine Nachkommen sein. 6 Abram glaubte dem Herrn, und der Herr rechnete es ihm als Gerechtigkeit an. 7 Er sprach zu ihm: Ich bin der Herr, der dich aus Ur in Chaldäa herausgeführt hat, um dir dieses Land zu eigen zu geben. 8 Da sagte Abram: Herr, mein Herr, woran soll ich erkennen, daß ich es zu eigen bekomme? 9 Der Herr antwortete ihm: Hol mir ein dreijähriges Rind, eine dreijährige Ziege, einen dreijährigen Widder, eine Turteltaube und eine Haustaube! 10 Abram brachte ihm alle diese Tiere, zerteilte sie und legte je eine Hälfte der andern gegenüber; die Vögel aber zerteilte er nicht. 11 Da stießen Raubvögel auf die Fleischstücke herab, doch Abram verscheuchte sie.
12 Bei Sonnenuntergang fiel auf Abram ein tiefer Schlaf; große, unheimliche Angst überfiel ihn. 13 Gott sprach zu Abram: Du sollst wissen: Deine Nachkommen werden als Fremde in einem Land wohnen, das ihnen nicht gehört. Sie werden dort als Sklaven dienen, und man wird sie vierhundert Jahre lang hart behandeln. 14 Aber auch über das Volk, dem sie als Sklaven dienen, werde ich Gericht halten, und nachher werden sie mit reicher Habe ausziehen. 15 Du aber wirst in Frieden zu deinen Vätern heamp-imgehen; in hohem Alter wirst du begraben werden. 16 Erst die vierte Generation wird hierher zurückkehren; denn noch hat die Schuld der Amoriter nicht ihr volles maß erreicht. 17 Die Sonne war untergegangen, und es war dunkel geworden. Auf einmal waren ein rauchender Ofen und eine lodernde Fackel da; sie fuhren zwischen jenen Fleischstücken hindurch. 18 An diesem Tag schloß der Herr mit Abram folgenden Bund: Deinen Nachkommen gebe ich dieses Land vom Grenzbach Ägyptens bis zum großen Strom Eufrat, 19 (das Land) der Keniter, der Kenasiter, der Kadmoniter, 20 der Hetiter, der Perisiter, der Rafaiter, 21 der Amoriter, der Kanaaniter, der Girgaschiter, der Hiwiter und der Jebusiter.
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DDR_H_F_czternascie_punktow_szczegoly.html
DER PASCHA–RITUS
IN DER SICHT DES HETHITISCHEN
BUNDESSCHLUSSZEREMONIELLS
Die Struktur des Buches Exodus 1–18 und komplementär die Struktur der Rechtsperikope (Ex 12,1–13,16) bilden ein Vorbild für den Pascha–Ritus (Pascha–Seder). Das Pascha wurde jedes Jahr, in der Nacht am 15. Abib vom ganzen Israel zu Ehren des Herrn als Souverän Israels gefeiert. Paschafeiern ist eine jeweilige Vergegenwärtigung des vom Herrn mit Israel im Rahmen des ganzen Exodus geschlossenen Bundes, der in Ex 1–18, und besonders in vier Perikopen 6,2–11,10; 12,1–13,16; 13,17–14,31; 15,1–21 aufgezeichnet wurde.
| Der Herr hat Israel aus Ägypten so ausgeführt, um gleichzeitig mit ihm einen Bund zu schließen, der nach 4–teiligem Zeremoniell altertümlicher Völker des Ostens verlief. |
Der erste grundsätzliche Schritt im Prozessverfahren des Bundesschlusses ist die Vorstellung seiner Kontrahenten, besonders des stärkeren von ihnen und seiner Verheißungen für den schwächeren Partner. Ähnlich ist es in erster Perikope (6,2–11,10) und im ersten Teil des Pascha–Seders, wo Gottes Majestät veranschaulicht wird. Gottes Größe offenbart sich in zehn wunderbaren Zeichen, die von Ihm durch die Vermittlung von Mose und Aaron in Ägypten vollbracht wurden, und vom Sederleiter auf jedem Platz des Liturgiefeierns in dieser heiligen Nacht bekannt gegeben wird.
Das Bundesrecht bildet in den Traktaten der altertümlichen Bündnisse das nächste Element nach der Vorstellung seiner Kontrahenten. Dieses Recht wird im Buch Exodus von Rechtsperikope (12,1–13,16) und im Pascha–Seder vom durch das Recht befohlene Mahl des Pascha–Lammes vertreten. In Hinsicht darauf, dass man gegenwärtig im Jerusalemer Tempel das Lamm nicht opfern kann, enthält Seder liturgische Ersatzakte, wobei die mit bitteren Kräutern verzehrte Matze zu einem ausdrucksvollen Zeichen wird. Es vergegenwärtigt den vom Herrn in Ägypten befohlenen Verzehr des Lammes, das gemeinsam mit Matze und Bitterkräutern gegessen wurde (vgl. Ex 12,8).
Es ist bemerkenswert, dass die in der Rechtsperikope enthaltene Auszugsbeschreibung der Israeliten aus Ägypten (Ex 12,34–39) der Erklärung von Zweckmäßigkeit des Pascha–Rechtes dient.
Selbst der Akt eines unwiderruflichen Bundesschlusses (–schneidens), aufgezeichnet in dritter Perikope (13,17–14,31), wird im dritten Teil des Pascha–Seders vergegenwärtigt: Verzehr vom ungesäuerten Afikoman und das Gebet um erlösenden Exodus; Türöffnung und Gebet um Zornausschüttung über Feinde des ausgehenden Volkes – sind Zeichen des vergegenwärtigten Durchgangs des Herrn und Seines Volkes durch die Wüste und zwischen den zerschnitten Hälften von Rahab, vom Schilfmeer. Der Akt des Bundesschlusses wird nach einer identischen Form vollbracht, wie der Bundesschluss des Herrn mit Abram (vgl. Gen 15,17f → klick bitte).
So wie nach dem Bundesschluss und dem Durchzug zwischen den Hälften des Schilfmeeres Israel eine Lobhymne zu Ehren Gottes, des Heilands (15,1–21), sang, so singt auch Israel im vierten Seder–Teil das große Hallel, indem es den Herrn, der Gott über alle Götter ist, und dessen Gnade für Israel unerforschlich ist, mit Psalmen 114–118; 136 und Liedern lobt.
Diese Hymne spielt gleichzeitig noch eine andere Rolle:
- Sie erinnert Israel, den Vasall, an Bundesschluss und an Erfüllung der Verpflichtungen,
- Sie ist eine liturgische Verwirklichung der Bundesverpflichtungen von beiden Kontrahenten;
Die wesentlichste Verpflichtung des Herrn (vgl. Ex 6,6–8 → klick bitte) war die Beschenkung Israels mit Freiheit und Land Kanaan; die wesentlichste Verpflichtung des Volkes war Ehre gegenüber Gott. Diese Ehre wurde durch Gehorsam gegenüber Gottesrecht, besonders dem Pascha–Recht ausgedrückt (vgl. Ex 12,27–28 → klick bitte). Die Erfüllung der Verpflichtungen wird schon in Strophen des Liedes antizipiert. Das von Freude gefüllte und von Geist Gottes inspirierte Israel, hat schon jetzt Anteil an Gütern, die ihm zukünftig von Gott, dem liebenden König und Bräutigam erteilt werden!
BESPRECHUNG DER BUNDESVERPFLICHTUNGEN,
DIE GOTT GEGENÜBER ISRAEL
IN ÄGYPTEN GETAN HAT
(ihre Beschreibung befindet sich in Perikope 2, die der Perikope 5 symmetrisch ist; in der letzten gibt es Beschreibung der Verpflichtungserfüllung).
Die Formulierung „Ich nehme euch als mein Volk an und werde euer Gott sein“ ist mit Willenserklärung gleichbedeutend: „Ich will jetzt mit euch den Bund schließen“. Eben jetzt initiiert Gott das 4–teilige altertümliche Zeremoniell des Bundesschließens, dessen Zentralakt «des Schneidens» (des Schließens) der Durchzug Gottes und Israels zwischen den Gewässern des zerschnitten Schilfmeeres sein wird:
EIN Ex 6,6–8 6 und deshalb sag zu den Israeliten: ich bin Jahwe. Ich führe euch aus dem Frondienst für die Ägypter heraus und rette euch aus der Sklaverei. Ich erlöse euch mit hoch erhobenem Arm und durch ein gewaltiges Strafgericht über sie. 7 Ich nehme euch als mein Volk an und werde euer Gott sein. Und ihr sollt wissen, daß ich Jahwe bin, euer Gott, der euch aus dem Frondienst in Ägypten herausführt. 8 Ich führe euch in das Land, das ich Abraham, Isaak und Jakob unter Eid versprochen habe. Ich übergebe es euch als Eigentum, ich, der Herr.
VERWIRKLICHUNG DER BUNDESVERPFLICHTUNGEN
FOLGT SOFORT NACH DEM DURCHZUG
DURCH DAS SCHILFMEER
(die Beschreibung davon gibt es in Perikope 5, die der Perikope 2 symmetrisch ist;
in der letzten wurden Verpflichtungen Gottes beschrieben):
-
Gott hat schon das gegebene Versprechen erfüllt, obwohl Israel durch eigene Schuld erst nach vierzig Jahren das Land in vollem Umfang in Besitz nehmen wird. Das ist jetzt aber nicht wichtig: in der Hymne folgt schon jetzt eine volle Verwirklichung der Beschenkung und der Gabenempfang – auf Grund einer liturgischen Antizipation der Ereignisse, die historisch in vierzig Jahren in Erfüllung gehen werden:
EIN Ex 15,13–17 13 Du lenktest in deiner Güte das Volk, das du erlöst hast, du führtest sie machtvoll zu deiner heiligen Wohnung. 14 Als die Völker das hörten, erzitterten sie, die Philister packte das Schütteln. 15 Damals erschraken die Häuptlinge Edoms, die Mächtigen von Moab packte das Zittern, Kanaans Bewohner, sie alle verzagten. 16 Schrecken und Furcht überfiel sie, sie erstarrten zu Stein vor der Macht deines Arms, bis hindurchzog, o Herr, dein Volk, bis hindurchzog das Volk, das du erschufst. 17 Du brachtest sie hin und pflanztest sie ein auf dem Berg deines Erbes. Einen Ort, wo du thronst, Herr, hast du gemacht; ein Heiligtum, Herr, haben deine Hände gegründet.
-
Eben jetzt erkennt Israel in vollem Umfang seine Zugehörigkeit zu dem Herrn als seinem Gott an:
EIN Ex 15,1–2 ¹ Damals sang Mose mit den Israeliten dem Herrn dieses Lied; sie sagten: Ich singe dem Herrn ein Lied, denn er ist hoch und erhaben. Rosse und Wagen warf er ins Meer. ² Meine Stärke und mein Lied ist der Herr, er ist für mich zum Retter geworden. Er ist mein Gott, ihn will ich preisen; den Gott meines Vaters will ich rühmen.
EIN Ex 15,11 Wer ist wie du unter den Göttern, o Herr? Wer ist wie du gewaltig und heilig, gepriesen als furchtbar, Wunder vollbringend?
EIN Ex 15,18 Der Herr ist König für immer und ewig.
DAS VOLK
AKZEPTIERT UND NIMMT DAS BUNDESRECHT AN,
WAS IM RAHMEN DER RECHTSPERIKOPE
AUFGESCHRIEBEN WIRD (Ex 12,1–13,16):
in der Pascha–Nacht feiert das Volk in Ägypten zum ersten Mal zu Ehren des Herrn; dasselbe wird es jedes Jahr tun:
EIN Ex 12,27–28 27 dann sagt: Es ist das Pascha–Opfer zur Ehre des Herrn, der in Ägypten an den Häusern der Israeliten vorüberging, als er die Ägypter mit Unheil schlug, unsere Häuser aber verschonte. Das Volk verneigte sich und warf sich nieder. 28 Dann gingen die Israeliten und taten, was der Herr Mose und Aaron befohlen hatte. So machten sie es.
EIN Ex 12,50 Alle Israeliten taten, was der Herr Mose und Aaron aufgetragen hatte. So machten sie es.
DDR_J_A_Paschy_ryt_a_exodus.html
DER PASCHA–RITUS
ALS VERGÄGENWÄRTIGUNG DES BUNDESSCHLUSSZEREMONIELLS
IN VIER ETAPPEN DES AUSZUGS AUS ÄGYPTEN
Es soll unterstrichen werden, dass Pascha–Seder als Vergegenwärtigung des Bundesschlusszeremoniells von Pascha/Exodus ein sehr wichtiges Merkmal hat:
- Es ist nicht nach dem Vorbild eines Dramas aufgebaut, in dem kleinste aufeinander folgende Elemente den Verlauf von folgenden [1] Ereignissen der von Gott gegenüber Israel in Ägypten vollbrachten Erlösungsgeschichte darstellen;
- Es ist nach dem Vorbild eines Traktats aufgebaut, in dem vier aufeinander folgende Grundelemente eine eigene von übrigen Grundelementen unterschiedliche Problematik haben.
Diese vier Grundelemente des Pascha–Ritus sind eine Verwirklichung der vier Hauptelemente des Zeremoniells (des Ritus) vom Bundesschluss. Dazu gehören:
- Vorstellung der Kontrahenten und besonders des stärkeren Kontrahenten, seiner Bundesverheißungen, aller seinen Wohltaten, die er gegenüber dem schwächeren Kontrahenten gezeigt hat,
- Vorstellung des Bundesrechtes; der schwächere Kontrahent verpflichtet sich, dieses Recht zu bewahren,
- Aufnahme des bereits unwiderruflichen Aktes vom Bundesschluss ( Bundesschneiden),
- Aufzeichnung des Ereignisses vom Bundesschluss und seiner Entschlüsse.
Gleichzeitig sind diese vier Grundelemente des Pascha–Ritus eine Vergegenwärtigung der vier Hauptetappen des Auszugs Israels aus der ägyptischen Knechtschaft:
- Die vorhergehende Zeit des Pascha–Mahls: Der Herr offenbart sich Mose mehrmals, greift in das Leben Israels in Ägypten durch wunderbare Zeichen ein,
- Die Zeit des Pascha–Mahls: Der Herr tötet Erstgeborene Ägyptens, rettet gehorsame Israeliten,
- Die Zeit nach dem Pascha–Mahl: Der Herr führt Israel aus Ägypten heraus, bringt es durch zerschnittene Gewässer des Schilfmeeres an das zweite Ufer hinüber,
- Die Zeit neuen Lebens von Israel: Der Herr erweckt durch Seinen Geist in Herzen Seines Volkes ein Loblied; der Herr ernährt sein Volk auf dem Weg zu Seinem Berg Horeb: Er schickt Manna und Wachteln herab, gibt Wasser vom Felsen und Sieg über Feinden; Der Herr beschenkt sein Volk mit der Weisheit bei der Organisation von Gemeinschaftssachen.
Dank solch einem Bau vergegenwärtigt jede Pascha–Liturgie in der eigentlichen Ordnung:
Der Herr hat auf diese Weise Israel aus Ägypten herausgeführt, um gleichzeitig mit ihm den Bund nach 4–teiligem Zeremoniell altertümlicher Völker des Ostens zu schließen. |
Die Verwirklichung jedes von vier Grundelementen des Pascha–Ritus könnte nach einer unterschiedlichen Art (Form) verlaufen, unter der Bedingung, dass das grundsätzliche Ziel des gegebenen Elementes bewahrt wird. Der Pascha–Seder bezeichnet jedoch, dass:
- eine grundsätzliche Form für das 1–te und 4–te Element das Wort ist (das gesprochene oder gesungene Wort: 1. Pascha–Haggada; 4. Gesang der Hymnen),
- eine grundsätzliche Form für das 2–te und 3–te Element der Verzehr von Speisen–Symbolen ist (2. Verzehr des Lammes mit ungesäuertem Brot und bitteren Kräutern; 3. Verzehr des Afikoman und auch Dank– und Flehgebete).
DDR_K_A_Menora.html
DIE LITERARISCHE STRUKTUR
DES BUCHES EXODUS 1-18
und die Struktur
des sechsarmigen Leuchters
EIN Ex 25,31 „Verfertige auch einen Leuchter aus purem Gold! Der Leuchter, sein Gestell, sein Schaft, seine Kelche, Knospen und Blüten sollen aus einem Stück getrieben sein. 32 Von seinen Seiten sollen sechs Arme ausgehen, drei Leuchterarme auf der einen Seite und drei auf der anderen Seite. 33 Der erste Arm soll drei mandelblütenförmige Kelche mit je einer Knospe und einer Blüte aufweisen, und der zweite Arm soll drei mandelblütenförmige Kelche mit je einer Knospe und einer Blüte aufweisen; so alle sechs Arme, die von dem Leuchter ausgehen. 34 Auf dem Schaft des Leuchters sollen vier mandelblütenförmige Kelche, Knospen und Blüten sein, 35 je eine Knospe unten zwischen zwei Armen, entsprechend den sechs Armen, die vom Leuchter ausgehen. 36 Seine Knospen und die Arme sollen ein Ganzes mit dem Schaft bilden; das Ganze soll ein Stück aus getriebenem purem Gold sein. 37 Dann mach für den Leuchter sieben Lampen, und setze seine Lampen so auf, daß sie das Licht nach vorn fallen lassen; 38 dazu Dochtscheren und Pfannen aus purem Gold. 39 Aus einem Talent puren Goldes soll man den Leuchter und alle diese Geräte machen. 40 Sieh zu, daß du ihn nach dem Muster ausführst, das du auf dem Berg gesehen hast“.
Wie es schon auf früherer Seite der vorliegenden Arbeit gezeigt wurde, wenn man in jeder einzelnen von sechs Perikopen die Anzahl der hebräischen Wörter erforscht, die in einer von zwei folgenden Gruppen vorkommen (die Gruppen wurden infolge allseitigen Suchens auserwählt):
- Formen des Futurs, also entweder imperfectum, oder perfectum mit waw consecutivum, oder auch imperativus,
- Formen der Vergangenheit, also entweder perfectum, oder imperfectum mit waw consecutivum,
dann erhält man das oben dargestellte Diagramm für sechs Perikopen. Es ist in seiner Form der 6-armigen Menora so ähnlich!: die längsten Arme und die längsten Säulchen sind auf beiden Enden, die kürzesten Arme und die kürzesten Säulchen befinden sich in der Mitte.
Es ist bemerkenswert, dass es eine auffallende Ähnlichkeit zwischen der oben vorstellten Menora – dem 6-armigen Leuchter – und der 6-teiligen literarischen Struktur von Ex 1-18 gibt. Dieser Leuchter war eins von wichtigeren sakralen Elementen, die von Gott im Rahmen des zwischen Ihm und Israel am Berg Sinai geschlossenen Bundes befohlen wurden. Der Leuchter sollte innerhalb des Zeltes – der Heiligen Wohnstätte – vor den Vorhang, der das Heiligtum vom Allerheiligsten trennt, gestellt werden, dort, wo sich die Lade der Bundesurkunde befand. (vgl. Ex 26,35). Daraus lässt sich folgern, dass Ex 1-18 als Bundestraktat, der literarisch auf 6-teiliger Struktur aufgebaut wurde, auch den höchsten sakralen Rang hat. Er spielt eine so wichtige Rolle, denn er ist Zeugnis vom ersten, ursprünglichen Bund zwischen Gott und dem ganzen Israel. Dieser Bund wurde noch vor dem Sinai-Bund geschlossen, und zwar während des Durchzugs beider Kontrahenten zwischen den Hälften des zerschnittenen Schilfmeeres (des Roten Meeres). Deshalb soll der 6-armige Leuchter im Sinai-Bund daran erinnern, dass alles, was Gott befohlen und wozu Er sich im früheren Bund verpflichtet hat, eine endgültige Fortsetzung im folgenden Bund hat.
Vom Zusammenhang zwischen Menora und Bund des Pascha/des Exodus zeugt auch:
- Das hebräische Wort «גָּבִיעַ» (Kelch), das für die Bezeichnung der Blütenkelche auf dem Leuchter (vgl. Ex 25,31.33.34; 37,17.19.20) gebraucht wurde, bezieht sich nicht nur auf den Kelch einer Blume, sondern auch auf ein Weingefäß (vgl. Gen 44,2.12.16.17; Jer 35,5), und das wiederum verbindet sich mit dem Pascha-Ritus, mit den während der Liturgie nacheinander getrunkenen Weinbechern.
- Ex 25,33-34: die Anzahl der Blütenkelche: 3 + 3 + 3 + 4 + 3 + 3 + 3. Vier rituelle Kelche, die den Pascha-Ritus konstituieren, nehmen in der Konstruktion dieses Leuchters einen zentralen, besonderen Platz. Ähnlich ist es in der 6-teiligen literarischen Struktur von Ex 1-18, wo vier mittlere Perikopen das Zeremoniell des Bundesschlusses beschreiben.
- Die hebräische Bezeichnung für das Wort „Arme“ – קָנֶה – verbindet sich mit dem Verb von demselben Kern – קנה – erwerben. Dieses Verb kommt im Lied vor, das vom Volk gleich nach dem Durchzug durch das Schilfmeer gesungen wurde:
EIN Ex 15,16: „Schrecken und Furcht überfiel sie, sie erstarrten zu Stein vor der Macht deines Arms, bis hindurchzog, o Herr, dein Volk, bis hindurchzog das Volk, das du erworben hast ( קנה )“. - Das Wort „יָצָא“ beschreibt:
- in Ex 25,32. 33. 35; 37,18. 19. 21, dass von Seiten des Leuchters die Arme ausgehen,
- und in Ex 1-18, dass Israeliten aus ägyptischen Knechtschaft ausgehen (Ex 3,10. 11. 12; 6,6. 7. 13. 26. 27. 28; 7,4. 5; 11,8; 12,17. 31. 39. 41. 42. 51; 13,3. 4. 8. 9. 14. 16; 14,8. 11; 15,22; 16,1. 3. 6. 32; 18,1).
Im Alten Testament kann man das Fortsetzungsrecht der Bundesverpflichtungen entdecken: wenn Gott zuerst einen und nachher folgende Bünde schließt, dann gibt Er bei jedem nächsten Bund nicht nur neue Anforderungen, sondern auch bewahrt das, was in früheren Bünden gültig war. Gott hat mit Abram (später genannten Abraham) dreimal einen Bund geschlossen, wovon die Rede im Buch Genesis ist:
- Gen 15, darunter 15,18
- Gen 17, darunter 17,2.9nn;
- Gen 22,1-18, darunter 22,16n.
Die Pflicht der Beschneidung, die auf Abraham und seine Nachkommen im zweiten von diesen Bünden (vgl. Gen 17,10-14) auferlegt wurde, war und ist bis heute wichtig für jeden Israeliten, der in diesem Bund verharren will.
Deshalb erinnert Gott im Pascha-Bund an die Notwendigkeit der Beschneidung, und tut es auf folgende Weise:
- In jenem „geheimnisvollen”, vom Buch Exodus 4,24-26 beschriebenen Ereignis, wollte Gott Mose nicht so viel töten, als vielmehr ihn daran erinnern, dass jeder Nachkomme Abrahams, der den Befehl der Beschneidung nicht bewahrt, zum nächsten Bund mit Ihm nicht zugelassen wird; daher wird auch der nicht beschnittene Sohn Moses keinen Anteil am Pascha-Bund haben!
Es ist wichtig, wo sich diese Szene abspielt: in Perikope von Ex 1,1-6,1. Sie geht den vier Perikopen mit Beschreibung von 4-teiliger Etappengeschichte des Israelitenauszugs aus Ägypten vorher. Diese Geschichte wird in jedem 4-teiligen Ritus des jährlichen Pascha vergegenwärtigt.
So wie jeder Israelit heutzutage noch vor dem Pascha eine eventuelle Beschneidungsvernachlässigung aller Männer seines Hauses verbessern soll,
so hat Gott Mose vor der Aufnahme des ersten von vier Schritten der Israelitenbefreiung diese Möglichkeit gegeben (vgl. Ex 6,2 ff). Das ist auch die Erklärung der Frage, die in früherer Etappe vorliegender Präsentation gestellt worden ist: Wollte Gott Mose töten? - Im Rahmen der Perikope des Bundesrechts (Ex 12,1-13,16) erlegt Gott nicht mehr auf eine „geheimnisvolle Weise”, sondern durch das an Mose gerichtete Wort (vgl. Ex 12,43.48), Beschneidungsverpflichtung auf. Diese Pflicht betrifft jeden Mann, der am Pascha-Mahl und in der Folge am Pascha-Bund teilnehmen will.
Dasselbe Fortsetzungsrecht soll in Rechten bemerkt werden, die Gott im Rahmen des Sinai-Bundes gegeben hat.
Dczcionki1.html
WENN IN DEINEM COMPUTER
DIE LETTER
Bwhebb UND Bwgrkl
NICHT INSTALLIERT SIND
dr Wojciech Kosek
GEEHRTER LESER!
Die Bedeutung der nachstehenden Informationen ist eher historisch, zumindest wenn es um ihre Verwendung fuers Lesen der auf meiner Webseite veroeffentlichten Artikel geht. Warum? Der Grund dafuer ist es, dass ich alle griechischen und hebraeischen Buchstaben, die bisher durch den Font aus BibleWorks 6.0 repraesentiert wurde, durch den Font im Unicode-Standard ersetzt habe, der eine korrekte Darstellung der griechischen und hebraeischen Buchstaben auf Computern, Smartphones usw. voellig ermoeglicht.
Ich bewahre jedoch diese Seite auf - vielleicht wird sie für jemanden hilfreich sein.
Hier ist der Inhalt dieser eher historischen Anmerkungen und Hinweise:
GEEHRTER LESER!
Wenn in Deinem Computer die Letter Bwhebb und Bwgrkl nicht installiert sind, dann werden hebräische und griechische Wörter nicht richtig vorgeführt werden.
Anstatt eines solchen Bildes:
erscheint folgendes Bild:
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Wenn also der nachstehende Text
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so aussieht, wie das letzte Bild oben, dann muss man diesen Fehler beseitigen.
Um es durchzuführen, sollte man diese zwei Schriftarten installieren, nachdem man sie früher vom Schaukasten genommen hat (die Schriftarten werden als Freischriftarten vom Hersteller des Programms Bible Works angeboten).
http://www.bibleworks.com/
download.html
Wenn Du keine Übung im Installieren der Schriftarten hast, helfe ich Dir ein und erkläre, wie man es der Reihe nach ausführen soll:
- Őffne: http://www.bibleworks.com/ download.html
- Mit der linken Maustaste auf „Click here for the Zip file“ anklicken.
- Es öffnet sich ein Fenster „Őffnen mit bwfonts.zip“ – bestätige mit OK.
- Es öffnet sich ein Fenster „bwfonts.zip-WinRar“ – klicke „Entpacken“ an.
- Es öffnet sich ein Fenster „Zielverzeichniss und Optionen“ – notiere die Adresse
(steht unter „Zielverzeichnis, wird erstellt falls nicht existiert“) wo die entpackten Schriftarten sich befinden werden. - Őffne die notierte Adresse in deinem Computer, wo sich die neue Schriftarten befinden.
- Verkleinere die Seite.
- Über START, EINSTELLUNGEN, SYSTEMSTEUERUNG öffne SCHRIFTARTEN.
- Ziehe die neue Schriftarten aus dem verkleinerten Fenster in das Fenster SCHRIFTARTEN.
Fertig? Nicht so ganz. Die ganze Prozedur ist abhängig vom Betriebssystem des Computers. Es ist schwierig den Weg zu beschreiben wenn das nicht bekannt ist.
ES GIBT NOCH EINE ANDERE CHANCE – DIE EINFACHE!
- Ich hefte die Schriftarten bei.
- Man muss sie nur auf dem Desktop speichern und von da über:
- START,
- EINSTELLUNGEN,
- SYSTEMSTEUERUNG
- öffne SCHRIFTARTEN einkopieren.
- Ziehe die neue Schriftarten vom Desktop in das Fenster SCHRIFTARTEN.
hm'y>r"c.mi ~yaiB'h; laer"f.yI ynEB. tAmv. hL,aew> WTTWj 1:1
WaB' AtybeW vyai bqo[]y: tae
BGT Wj 1:1 tau/ta ta. ovno,mata tw/n ui`w/n Israhl tw/n
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patri. auvtw/n e[kastoj panoiki,a| auvtw/n
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Hat es geklappt? Ich wünsche viel Erfolg!
Dr. Wojciech Kosek